Vom 898 Meter hohen Bärenstein im Kreis Annaberg hat man diesen weiten Blick über die Berge und Täler des Erzgebirges mit der Talsperre Cranzahl, die hier von 1949 bis 1951 errichtet wurde und rund 77000 Menschen in der Region mit Trinkwasser versorgt.
So ruhig wird es an der Talsperre Cranzahl am Samstag sicher nicht zugehen... Bildrechte: dpa

Vierfachjubiläum Die "Blaue Perle", Cranzahl, Sehma und die Fichtelbergbahn feiern Geburtstag

Vom 898 Meter hohen Bärenstein im Kreis Annaberg hat man diesen weiten Blick über die Berge und Täler des Erzgebirges mit der Talsperre Cranzahl, die hier von 1949 bis 1951 errichtet wurde und rund 77000 Menschen in der Region mit Trinkwasser versorgt.
So ruhig wird es an der Talsperre Cranzahl am Samstag sicher nicht zugehen... Bildrechte: dpa

Das möchte man sich als Besucher ja lieber nicht vorstellen, wenn eine Talsperre zum "Tag der offenen Tür" einlädt. Aber die Schotten blieben am Sonnabend dicht, als der 65. Geburtstag der Talsperre Cranzahl gefeiert wurde. Die Besucher konnten am Sonnabend Orte besuchen, die sonst für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. So ermöglichte die Landestalsperrenverwaltung Einblicke in den sogenannten Entnahmeturm, den Grundablassstollen und in das mobile Wasserlabor. In der Wanderhütte wurde ein Film aus der Entstehungszeit der Talsperre gezeigt und der regionale Anglerverband informierte über den Fischreichtum des Stausees. Das Wasserwerk Cranzahl in unmittelbarer Nähe der Talsperre war ebenfalls für Besucher geöffnet.

Vom 898 Meter hohen Bärenstein im Kreis Annaberg hat man diesen weiten Blick über die Berge und Täler des Erzgebirges mit der Talsperre Cranzahl, die hier von 1949 bis 1952 errichtet wurde und rund 77000 Menschen in der Region mit Trinkwasser versorgt.
Die "Blaue Perle" am Fuß des 898 Meter hohen Bärensteins. Bildrechte: dpa

"Talsperre der Freundschaft" oder "Blaue Perle" Der Bau der Trinkwassertalsperre Cranzahl am Fuß des Bärensteins begann 1949 und dauerte drei Jahre. 1.400 Arbeiter und mehrere tausend freiwillige Helfer der FDJ bauten den 32 Meter hohen Damm. Angeordnet hatte den Bau noch die sowjetische Militäradministration, weil durch den Uranerzbergbau in der Region bisherige Wasserquellen unbrauchbar wurden. Genauso wie bei einem anderen Projekt, der Talsperre Sosa, erklärte die Partei- und Staatsführung der DDR die Bauarbeiten zum Projekt der Jugendorganisation FDJ. Offiziell wurde das Stauwerk dann auch "Talsperre der Freundschaft" getauft, die Einheimischen nannten sie "Blaue Perle".
Die Talsperre fasst 3,2, Millionen Kubikmeter Wasser und sichert die Trinkwasserversorgung der Städte Annaberg-Buchholz und Oberwiesenthal sowie deren Umgebung.

Quellen: Gemeinde Sehmatal / Landestalsperrenverwaltung Sachsen

Cranzahl, Sehma und Fichtelbergbahn feiern ebenfalls

Wenn im Erzgebirge gefeiert wird, dann aber richtig! Denn Cranzahl und Sehma feiern ebenfalls an diesem Wochenende Geburtstag. Die Ersterwähnung der Orte in einer kaiserlichen Urkunde Kaiser Karls IV. vor 650 Jahren ist Anlass für ein ganzes Festwochenende mit Musik und einem historischen Handwerkermarkt.

Weil Cranzahl ohne die Fichtelbergbahn nicht denkbar ist, gibt es gleich noch einen weiteren Geburtstag zu feiern: Seit 120 Jahren rollt die Bimmelbahn durchs Erzgebirge und feiert das mit einem großen Eisenbahn- und Familienfest. Geplant haben die Eisenbahner in Cranzahl Führungen durch die Wagenwerkstatt, Draisinefahrten, eine Oldtimerausstellung und ein Sonderpostamt - die Liste ließe sich noch weiter fortführen.

Für alle Besucher, die sich nicht entscheiden können zwischen all den Angeboten am Festwochenende in und um Cranzahl, gibt es einen Trost:
Vom Festgelände in Cranzahl kann man mit einem Shuttlebus in der Zeit von 11 bis 13 Uhr oder mit einer Pferdekutsche zur Talsperre und zum Wasserwerk fahren. Damit kann man alle Höhepunkte bequem erreichen.

Fichtelbergbahn
Die Fichtelbergbahn hat ebenfalls Geburtstag. Seit 120 Jahren dampft sie durchs Erzgebirge. Bildrechte: Michael U. Kratzsch-Leichsenring/SDG

mdr/tfr

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Radio: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 11.08.2017 | ab 14:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. September 2017, 17:04 Uhr

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