Zwei Trabis verlassen das Werkgelände zwischem August-Horch-Museum und dem Erweiterungsbau.
Das ehemalige Werk II des Sachsenring in Zwickau steht direkt neben dem August-Horch-Museum. Bildrechte: MDR/Sven Böttger

Totgesagte leben länger Rennpappe kehrt an Geburtsstätte in Zwickau zurück

Zwei Trabis verlassen das Werkgelände zwischem August-Horch-Museum und dem Erweiterungsbau.
Das ehemalige Werk II des Sachsenring in Zwickau steht direkt neben dem August-Horch-Museum. Bildrechte: MDR/Sven Böttger

Es ist zwar bereits das 19. Internationale Trabantfahrer-Treffen, aber das erste, das am Ursprungsort stattfindet. Hier im Zwickauer Sachsenring Werk II wurden die Pappen nämlich endmontiert. Für eingefleischte Trabi-Fans also sowas wie heiliger Grund und Boden. Drei Tage lang präsentierten die etwa 400 Trabifahrer ihre aufgemotzten Zweitakter. Am Sonntag ging es um die Wurst, denn die besten Trabis wurden prämiert. Dabei ging es nicht nur um Schönheit, sondern auch um Originalität.

Trabitreffen in Zwickau So schön kann Kunststoff sein

An diesem Wochenende knatterte es nicht nur auf dem Sachsenring, sondern auch im Sachsenring - und zwar in Zwickau. Das Internationale Trabitreffen kehrte zum ersten Mal zur Geburtsstätte der Rennpappe zurück.

Ein rotlackierter Trabant, umgebaut als Cabrio mit gepolsterten hellen Ledersitzen. Darin sitzt ein Opa mit seinem Enkel.
Auf dem Treffen waren einige wunderschöne Umbauten zu sehen, wie dieses schöne Cabrio ... Bildrechte: MDR/Sven Böttger
Ein rotlackierter Trabant, umgebaut als Cabrio mit gepolsterten hellen Ledersitzen. Darin sitzt ein Opa mit seinem Enkel.
Auf dem Treffen waren einige wunderschöne Umbauten zu sehen, wie dieses schöne Cabrio ... Bildrechte: MDR/Sven Böttger
Ein gletscherblauer Trabant 601 Kombi mit Anhänger. Der Anhänger ist das umgebaute ehemalige hintere Stück einer ebenfalls gletscherblauen Trabi-Karosse. In dem offenen Anhänger steht eine hellblaue Simson S51.
... oder der schöne gletscherblaue Anhänger Marke Eigenbau dieses Kombis. Bildrechte: MDR/Sven Böttger
Ein Trabant 600 in Creme-Weiß und einem Orangeton lackiert. Daneben stehen vier Menschen.
Am meisten punkteten die Trabifahrer jedoch auf diesem Treffen mit Originalität. Bildrechte: MDR/Sven Böttger
Auf dem Amaturbrett liegen neben dem Aschenbecher eine originale Packung Juwel Filterzigaretten und eine originale Packung Sicherheits-Zündhölzer.
Und zwar bis ins kleinste Detail. Der P60, Baujahr 1963, wurde von einer Familie aus Chemnitz innerhalb von drei Jahren komplett original wieder aufgebaut. Kostenpunkt: rund 25.000 Euro. Bildrechte: MDR/Sven Böttger
Das Innenleben eines Trabant 600. Die Teile sind blankgeputzt und sehen nagelneu aus.
Das ist wahre Liebe. Der Motorraum ist so blankgeputzt, dass man darin essen könnte. Bildrechte: MDR/Sven Böttger
Ein creme-weißer Trabant 600 mit weinrotem Dach und Dachgepäckträger.
Auch diese Sahneschnitte ist nah am Original. Bildrechte: MDR/Sven Böttger
Im Fenster eines Trabis steckt unter anderem eine originale DDR Parkscheibe.
Selbst die alte Parkscheibe wird stolz präsentiert. Bildrechte: MDR/Sven Böttger
Ein Junge sitzt am Steuer eines Trabis. Danaben eine Frau. Auf der Fensterbank hinten liegt eine im rosa Strick ummantelte Klopapierrolle.
Von dem Charme der alten Rennpappen sind Jung und Alt gleichermaßen fasziniert. Die Klopapierrolle im rosa Strick-Schick hinten auf der Hutablage darf natürlich auch nicht fehlen. Bildrechte: MDR/Sven Böttger
Viele Menschen stehen um einen dunkelblauen Trabi herum und fotografieren.
Eine Jury vergab in insgesamt zehn Kategorien jeweils drei Preise. Bildrechte: MDR/Sven Böttger
Mehrere Menschen stehen im Halbkreis und schauen begeistert in eine Richtung. Im Vordergrund ein älterer Herr mit Fotoapparat.
Dieser Mann hat besonderen Grund, stolz zu sein. Denn er ist gewissermaßen der Papa der Trabis: Werner Reichelt, Leiter der Karosserieentwicklung. Fast 40 Jahre hat der heute 89-Jährige an Kunststoff-Karosserien gearbeitet. Bildrechte: MDR/Sven Böttger
Ein älterer Herr unterhält sich mit einem Paar und schaut dabei auf einen Trabi.
Beim Treffen war er ein gefragter Gesprächsgast. "Ich freue mich über die Ergebnisse, und ich freue mich über die Begeisterung der Leute hier", so Reichelt. Bildrechte: MDR/Sven Böttger
Zwei Trabis verlassen das Werkgelände zwischem August-Horch-Museum und dem Erweiterungsbau.
Gegen Mittag flogen die Trabis wieder in alle Richtungen aus. Sogar aus den Niederlanden waren Trabi-Fans da. Das nächste Trabi-Treffen ist in zwei Jahren an gleicher Stelle geplant. Bildrechte: MDR/Sven Böttger
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Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Fernsehen: MDR SACHSENSPIEGEL | 18.06.2017 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2017, 17:33 Uhr