Überflutungen und Blitzeinschläge : Erneut zieht Unwetterfront über Sachsen
In der Nacht zum Dienstag ist ein Unwetter über Teile Sachsens hinweg gezogen. Besonders heftige Niederschläge gingen im Osterzgebirge, der Sächsischen Schweiz und der Oberlausitz nieder. Nach Angaben des MDR-Wetterstudios wurden örtlich mehr als 60 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen. In den Landkreisen Bautzen und Görlitz wurden Gullydeckel von den Wassermassen angehoben, einige Keller liefen voll. Auch in Pirna musste die Feuerwehr Keller und Garagen auspumpen. In Struppen überspülten Wassermassen eine Straße. Eine Schlammlawine machte die Staatsstraße 168 zwischen Ebenheit und Struppen in der Sächsischen Schweiz unpassierbar. In Heidenau wurde die Bundesstraße 172 überspült.
Blitz schlägt in Feuerwehr ein
In Sohland am Rotstein waren während des Unwetters Kühe von einer Weide ausgebrochen. Ein Tier stieß mit einem Auto zusammen und wurde nach Polizeiangeben verletzt. Der Autofahrer kam mit dem Schrecken davon. In Bad Muskau und Boxberg fielen innerhalb einer Stunde 54 Liter Regen auf den Quadratmeter. Zwischen Pulsnitz und Rothenburg löste die Gewitterfront, die von 21 Uhr bis gegen 4 Uhr über der Region lag, zahlreiche Fehlmeldungen bei Alarmanlagen aus. In Panschwitz-Kuckau hat der Blitz in die Sirene der Feuerwehr eingeschlagen.
Aus Brünlos bei Zwönitz im Erzgebirge meldet die Polizei einen Blitzeinschlag in einem Einfamilienhaus. Ersten Erkenntnissen des Lagezentrums im Innenministerium zufolge kamen bei dem Unwetter keine Menschen zu Schaden.
Zugverkehr rollt offenbar ohne größere Störungen
Bei der Städtebahn Sachsen rolle der Verkehr auf allen Strecken, sagte ein Sprecher dem MDR. Lediglich zwischen Pirna, Neustadt, Sebnitz und Bad Schandau seien die Züge nach einem Blitzeinschlag mit wenigen Minuten Verspätung unterwegs. Der restliche Verkehr im Verkehrsverbund Oberelbe sowie in der Region Niederschlesien/Oberlausitz laufe reibungslos, hieß es von den beiden Verkehrsverbünden.
Die Pressestellen der Landratsämter in Pirna, Bautzen und Görlitz waren am Morgen nicht für eine Einschätzung der Lage zu erreichen.
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