Volkswagen-Elektroauto «ID»
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Neues Elektrofahrzeug VW will mit E-Auto "ID" aus Zwickau Marktführer werden

VW will in Sachen Elektroautos weltweiter Marktführer werden. Dabei helfen soll ein neuer Elektrowagen "Made in Saxony". Der "ID" soll ab 2020 in Zwickau vom Band laufen.

Volkswagen-Elektroauto «ID»
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Volkswagen will sein Elektroauto "ID" ab 2020 im Werk in Zwickau fertigen lassen. Wie VW-Markenchef Herbert Diess am Freitag in Wolfsburg ankündigte, soll der "ID" um rund 25 Prozent effizienter als heutige Fahrzeuge produziert werden. Das Fahrzeug, das früheren Angaben zufolge einen rein elektrischen Antrieb haben und eine Reichweite von 400 bis 600 Kilometern schaffen soll, solle etwa soviel wie vergleichbare Dieselmodelle kosten. Technisches Konzept und Design würden in diesem Jahr festgelegt.

Diess bestätigte das Ziel, dass VW im Jahr 2025 rund eine Million E-Autos jährlich verkaufen und damit weltweiter Marktführer sein wolle. Zuvor war bekanntgeworden, dass Volkswagen in den kommenden fünf Jahren mit neun Milliarden Euro die Entwicklung alternativer Antriebsmodelle wie Elektro- und Hybridmotoren voranbringen will. Der Konzern investiert unter anderem in den Standort Dresden. Dort läuft seit April in der Gläsernen Manufaktur der E-Golf vom Band. Die einstige Produktionsstätte der Luxuslimousine Phaeton soll zum Zentrum für die Zukunft der Mobilität ausgebaut werden. VW steht auch wegen des Skandals um manipulierte Dieselfahrzeuge unter Druck, alternative Antriebe zu entwickeln.

"VW baut in Sachsen tatsächlich die Zukunft"

Wirtschaftsminister Martin Dulig begrüßte die Entscheidung von Volkswagen für Zwickau als Produktionsstandort für das neue VW-Elektroauto "ID". Er freue sich, dass das erste komplett neu konzipierte Elektro-Auto des Konzerns ein Sachse werde, sagte er am Freitag in Dresden. "Dies ist eine tolle Nachricht für alle Mitarbeiter von VW in Zwickau, ein klares Bekenntnis des Volkswagenkonzernes zum Standort Sachsen." Die Entscheidung für Zwickau belege "ein großes Vertrauen in die Leistungsfähigkeit unser Zuliefererindustrie im Umfeld". "Das Werk in Zwickau ist Vorreiter und Taktgeber der neuen E-Offensive des VW-Konzerns, denn der Freistaat hat beim Thema Elektromobilität seine Hausaufgaben gemacht", meinte Dulig. "In Sachsen wurde nicht nur das Automobil erfunden, VW baut in Sachsen tatsächlich die Zukunft."

Über dieses Thema berichtet MDR auch in Radio und Fernsehen: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 05.05.2017 | ab 12:00 Uhr
MDR SACHSENSPIEGEL | 05.05.2017 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. Mai 2017, 19:55 Uhr

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8 Kommentare

06.05.2017 14:37 jochen 8

Ich denke, dem Volkswagenkonzern ist das Gespür für den Kundengeschmack vollständig verloren gegangen.

06.05.2017 10:21 NRW-Wessi 7

Eine schöne Nachricht für Sachsen - ohne Frage.
Alles in allem bestätigt das aber meine Vermutung, dass der "Abgasskandal" kein Zufall war. Planungen in dieser Größenordnung vollendet man nicht quasi über Nacht und Zufälle gibt es in einem Unternehmen dieser Größenordnung auch nicht.
Bleibt nur zu hoffen, dass die Modellpalette ausgeweitet wird und man irgendwann einen bezahlbaren T7 oder T8 mit min. 800km Reichweite (inkl. Heizung) bekommt, der in 15min aufgeladen ist und die künftigen VW-Busse nicht so hässlich sind, wie dieser ID im Bild.
Einen Knebelvertrag, der mir eine Werkstattbindung vorschreibt und mich an kostengünstigen Do-it-your-self-Reparaturen hindert, wäre für auch inakzeptabel, denn Wartungarbeiten inkl. Bremsen habe ich immer selbst durchgeführt. Meine Priorität galt immer der Gewissenhaftigkeit und nicht der Geschwindigkeit. Hau Ruck mit Blick auf die AW´s? Nicht mit mir.

06.05.2017 09:34 Zwickauer 6

Wer wird sich denn so ein Auto leisten können.
Die "normale" Familie bestimmt nicht.
Dafür sind die Preise mittlerweile zu hoch.
Ich bleibe bei meinem Asiaten solange es geht.
Von VW werde ich nicht noch mal belogen.

06.05.2017 07:22 Lisa-Marie 5

Warum sitzen die Politiker noch nicht im E-Auto? Zeitarbeitsfirmen sollten sich auch schnellstens für ihre Mitarbeiter E-Autos anschaffen, die können nämlich nicht so einen Finanzierungsplan abschließen. Dies gilt auch für alle Firmen mit befristeten Verträgen. Auch die Jobcenter sollten eine Flotte an E- Autos führen, dann funktioniert auch das Schicken von Arbeitskräften an diverse Orte, denn schnell und einfach ist das öffentliche Verkehrsnetz in allen Orten der BRD noch nicht.

05.05.2017 18:50 Ulf 4

Wahrscheinlich ist der Zenit der Automobilität längst überschritten. Da helfen auch keine E-Autos mehr. In den Großstädten kann man heute schon froh sein, wenn man kein Auto braucht. Wichtig sind neue Mobilitätskonzepte, so dass den Bürgern die Wahl bleibt, welches Verkehrsmittel sie nutzen. Die E-Autos lösen die wichtigen Verkehrsprobleme nicht und somit baut VW auch nicht die Zukunft. Wenn VW an der Zukunft bauen möchte, so sollte es sich der Konzern zur Hauptaufgabe machen, seine Unternehmenskultur entscheidend zu verbessern.

05.05.2017 18:35 bippus 3

Das Auto lohnt nur für Stadtfahrten ,alles andere ist Augenwischerei,wo lade ich das Auto auf wenn man in einem Mehrfamilienhaus wohnt,wie lange reicht der Akku im Winter ,von Bergfahrten bei Nacht und Frost mal abgesehen.

05.05.2017 16:45 Fragender Rentner 2

Na da werden wir aber saubere Luft bekommen?

Welche Schadstoffe entstehen für den Bau der Akkus und was wird mit der Entsorgung?

Denke da nur mal an die so sauberen AKWs und bei der Entsorgung will kein Bundesland den Mist haben!

05.05.2017 16:01 Kritiker 1

Aktuell ist das ein einfältiges Projekt, von einfältigen Politikern gefordert.
Ohne wirklich neuartige Batterien für den Alltag untauglich. Dann kommt aber noch hinzu: man stelle sich einmal vor, fast jeder fährt ein E-Auto. Wie soll der Strom dafür zur Verfügung stehen, wo nach dem Atomausstieg schon jetzt Probleme entstanden sind?! Noch süffisanter wird es wenn statt Tankstelle Ladestationen entstehen. Da müssten ja hunderte an einem Platz sein, um den Durchlauf zu ermöglichen und wer will bei einer Fernreise alle paar hundert Kilometer mehre Stunden Ladepause einlegen???? Wer heutzutage diese Lösung hochjubelt, hat das Projekt nicht durchdacht.