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Fußball | Oberliga : Nazi-Sprüche beim FSV Zwickau

Der FSV Zwickau gerät ins Zwielicht: Während des Oberliga-Spiels am Freitagabend gegen Erzgebirge Aue II (3:0) waren im FSV-Fanblock rechtsextreme Gesänge zu hören und Transparente zu sehen. Außerdem zeigt ein Video, wie die Mannschaft in der Kabine gemeinsam "Sieg" rief und ein Einzelner "Heil" hinterherschickte, was mit Gelächter kommentiert wurde. Zeitgleich zu diesen Vorkommnissen hatten in der Zwickauer Innenstadt 1.500 Menschen an die Opfer der mutmaßlichen rechtsextremen Neonazi-Mordserie erinnert.

Neonazis in Block A

Fans des FSV-Zwickau
Neonazis in Block A

Wie mehrere Fans versicherten, wurde während des Spiels "Terrorzelle Zwickau - olé, olé, olé" und "NSU" gerufen. Beides sind Anspielungen auf die inzwischen bundesweit bekannte Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU). Im Stadion sollen aber auch der Sprechchor "Wismut Aue - Jude, Jude, Jude" sowie das antisemitische U-Bahn-Lied zu hören gewesen sein. Michael Voigt vom Fanprojekt Zwickau bestätigte das teilweise. "Ich persönlich habe das U-Bahn-Lied gehört. Es gab allerdings auch Fans, die sich mit deutlichen Worten dagegen gewandt haben", sagte er dem MDR.

Nachweislich hochgehalten wurde auch ein Transparent mit der Aufschrift "Wir kleiden uns neu ein für unseren Verein" - ein Verweis auf die Neonazi-Modemarke "Thor Steinar", die unter anderem in mehreren Stadien verboten ist. Das Transparent war im Block des Fanklubs "Schedewitz" gezeigt worden - dem eine vornehmlich rechte Gesinnung nachgesagt wird. Die Anhänger spielten mit dem Schriftzug wahrscheinlich auf das Sachsenpokal-Spiel am 16. November gegen Lok Leipzig (2:1) an, als das Verbot von "Thor Steinar"-Bekleidung von der Polizei konsequent durchgesetzt worden war.

Zu den Vorkommnissen am vergangenen Freitag im Sojus-Stadion ermittelt inzwischen der Staatsschutz. Zwickaus Oberbürgermeisterin Pia Findeiß betonte, dass das Verhalten der entsprechenden Fans dem Ansehen der Stadt weiter schade: "Ich schäme mich für solches Verhalten und entschuldige mich als Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau."

Verein: "Brandstifter ausfindig machen"

Der FSV Zwickau äußerte sich nach den Medienberichten über die Geschehnisse geschockt. "Mit Entrüstung und Besorgnis nehmen die Aktiven und Betreuer der ersten Mannschaft sowie Vorstand und Verwaltungsrat des FSV die verbalen Entgleisungen faschistischer Gesinnung zur Kenntnis, die im Verlauf des Freitagabends während und nach dem Spiel gegen Aue II von einigen Beobachtern wahrgenommen wurden", heißt es in einer Erklärung. Man werde die "Brandstifter ausfindig machen", sei gegen jedwede Form des Extremismus und sei auch einem Aufruf der Oberbürgermeisterin gefolgt, um den "Aufstand der redlichen Zwickauer gegen braune Gewalt" zu unterstützen.

Von einem Engagement des Vereins gegen Neonazis konnte Fanprojekt-Mitarbeiter Michael Voigt allerdings nicht berichten. Im Gegenteil: Der FSV, sagte Voigt dem MDR, habe nach Hinweisen von ihm über die Gefahr von Rechts eher geblockt: "Die haben zu mir gesagt, ich würde das Problem des Rechtsextremismus zu sehr aufbauschen."

Zuletzt aktualisiert: 28. November 2011, 14:28 Uhr

115. R.werner:
Es ist schon ein Witz über welche unelementaren Sachen sich unsere Gutbürger so den Kopf zerbrechen ,frage mich nur warum der Dfb noch nicht gegen den auer Spieler ermittelt der ja offenkundig mit in einen Raubüberfall verstrickt war das wiegt natürlich nicht so schwer wie wenn jemand das Wort "Heil" ausspricht ! Werdet ihr auch aktiv wenns um wichtige Sachen geht ,zB.: wenn die Gutmenschen irgendwann bis sie 70 sind malochen müssen oder wenn die steuern wieder steigen -nein natürlich nicht das ist ja staatlich verordnet !!!! Hoch die Proletenmeute!!!!!!
03.12.2011
14:59 Uhr
114. Beobachter:
@Helmut. Fein aufgepasst und analysiert. Die Einzigen, die davon profitieren, sind die Chaoten von Red Kaos, von denen derzeit 14 Leute ein Stadionverbot absitzen. -- Wie man in der Freien Presse lesen durfte, äußerte sich Linda Borowski von dieser Vereinigung dementsprechend, daß durch das Fernbleiben von RK der Anteil rechter Fans im Stadion gestiegen wäre. Effekt 1: Ihr solltet uns wieder ins Stadion lassen. -- Ebenfalls war zu lesen, daß Michael Voigt vom Fanprojekt (dort geht Red Kaos ein und aus) den Verein bereits aus die rechte Szene aufmerksam gemacht hat und vom Verein Hysterie vorgeworfen bekam. Effekt 2: Der Verein sollte mehr auf das Fanprojekt (= Red Kaos) hören. --
01.12.2011
14:51 Uhr
113. Beobachter:
-- Die Vorwürfe aus dem Kreis von Red Kaos, daß es entsprechende Sprüche und Gesänge gegeben haben soll, richten sich ausschließlich gegen den "Block A". Man sollte wissen, dass es zwischen diesen Lagern in der Vergangenheit schon körperliche Auseinandersetzungen gab. Effekt 3: Nicht das Red Kaos, sondern der Block A sollte vom Verein Stadionverbot bekommen. -- Sollte man es wirklich schaffen und das mediale Dauerfeuer am Laufen halten, könnte es zu Ermittlungen bzw. Stadionverboten gegen die Leute vom Block A kommen. Effekt 4: Der jetzige Stehplatzblock könnte vom RK wieder eingenommen werden. Leute, wer hier nicht ganz klar einen gewollten "Mitnahmeeffekt" seitens der RK-Chaoten sieht, dem ist nicht mehr zu helfen!
01.12.2011
14:50 Uhr
112. Schaarschmidt:
Ich finde es nicht gut das man sich daran heutzutage so aufgeilt, sowas hat doch im westen früher niemanden interessiert. Schon vergessen das die Republik auch mit ehemaligen Nazifunktionären aufgebaut wurde. Es ist nur schade das vieles mit dem fussball verbunden wird und für Zwickau tut es mir leid. Hoffentlich ist in diesem modernen kapitalistischen Staat wenigstens noch die Meinungsfreiheit geblieben.
01.12.2011
08:08 Uhr
111. Willyh:
Ich war bei diesem speil dabei!!!! Keiner, wirklich keiner hat etwas derartiges gesungen... wenn ich so etwas höre kocht es in mir schon! Läute aus dem Red Kaos block haben sich dazu bekannt bei mir auf arbeit und gesagt:"Wir wollen diese Faschos aus dem stadion raus haben" Das dies von einem Block voller Linker kommt kann man sich doch denken oder?!
30.11.2011
22:00 Uhr
110. Zwickauer 1:
@Junghänel Ich selbst war auch mit meinem Sohn da und war auch im A-Block und nebenmir war noch ein Vater mit 2 Kindern und ich habe nix von den Gesängen oder sonst etwas vernommen im Gegenteil der kleine wird im Block A immer gut behandelt und freundlich aufgenommen . Und nein nicht nur deswegen weil es ein deutsches Kind ist sondern ein kleiner Anhänger des FSV . Und hätte ich irgendetwas mitbekommen dann hätte ich für meinen Teil die Konsequenzen gezogen um den kleinen nicht mit sowas zu konfrontieren .
30.11.2011
15:44 Uhr
109. Zwickau:
Hört langsam auf so ein Mist zu senden!! Frau OB Findeisen soll sich lieber mal darum kümmern , Zwickau in einen ordendlich Blick zurichten und net nach den Medien quatschen ! Genauso soll der BND sich um seine Probleme kümmern u die V- Leute öffendlich machen und ihre Spitzel abschaffen. Das ist in D....... schlimmer wie in der Zone ! MDR wo habt ihr die Beweise ??
30.11.2011
14:25 Uhr
108. Lenz:
An alle, die nichts hören und nichts sehen wollen und alles den Medien und dem "RK" (was auch immer das sein mag...) und anderen in die Schuhe schieben wollen. JA, ES IST GESCHEHEN und es ist schändlich, dumm und vereinsschädigend. Und man macht sicher nichts für das Image der Stadt Zwickau oder für den FSV, wenn man Fascho-Gehabe und braunes Gedankengut und Nazi-Gewalt verharmlost. Hier im Forum gäbe es doch Gelegenheit, klar Stellung gegen Neonazis zu beziehen, statt dessen sehe ich hier viel Ignoranz und Fascho-Toleranz. Ich schäme mich, dass Fascho-Idioten und Mitläufer meine Heimat immer wieder in den Dreck ziehen. Und so etwas beobachtet man auch im Ausland! Das verhindert auch Engagement und Sponsoring!
30.11.2011
13:23 Uhr
107. Lothar und Angelika Draeger:
Wir haben die aktuelle Situation in Zwickau in den Medien verfolgt und sind schockiert von den Ereignissen. Die Stadt Zwickau hat sich in den letzten Jahren städtebaulich und touristisch sehr gut entwickelt und darf jetzt nicht zusehen wie unter anderem die "Robert-Schumann-Stadt" ins Zwielicht gerückt wird. Deshalb unterstützen wir den Aufruf der Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß "Aufstand der redlichen Zwickauer gegen braune Gewalt".
30.11.2011
13:00 Uhr
106. Bernd:
Natürlich am besten erstmal alles verschwörungstheoretisch abstreiten, als wenn man überall im Stadion Alles hören müsste, was da so gesungen wird...Jetzt kann wenigstens Niemand mehr sagen - die Terrorkunden kamen doch gar net aus Zwickau, stellt euch endlich dem Problem wo ihr wohnt und verdrängt es nicht immer! Zivilcourage auf den Rängen ist gefragt sonst Nichts! Warum gibts net mal ne Aktion der Fans gegen Rassismus? Bloß davon, dass der Stadionsprecher vorm nächsten Spiel vielleicht mal n paar Worte sagt, hauen die Nazis net ab und schädigen Stadt und Verein!
30.11.2011
11:56 Uhr

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