Region Chemnitz

Protest gegen Rechtsextremismus : Zwickau wehrt sich gegen braunes Image

Die Stadt Zwickau fürchtet nach dem Auffliegen der mutmaßlichen rechtsextremen Terrorzelle um ihren Ruf. Mit einer Mahnwache vor dem Rathaus haben deshalb rund 100 Bürger am Montagabend der Opfer rechter Gewalt gedacht und einen Appell für Demokratie gestartet. Aufgerufen dazu hatten Sachsens Grüne sowie die Stadt und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Südwestsachen. Der Grünen-Landesvorsitzende Volkmar Zschocke forderte, entschlossen gegen Rassismus vorzugehen. "Es erschüttert uns, dass mitten unter uns in Sachsen eine rechtsextreme Terrorgruppe lebte und von hier aus ungehindert eine Serie regelrechter Hinrichtungen überall in Deutschland verüben konnte."

DGB: Zwickau hat nichts mit Terrorzelle zu tun

Am Freitag ist eine weitere Protestaktion geplant, auf dem Georgenplatz findet dann der sogenannte Zwickauer Appell statt. Die Vorsitzende des DGB Südwestsachsen, Sabine Zimmermann, erklärte, die Zwickauer seien fassungslos und schockiert, dass das rechte Mordtrio scheinbar unbemerkt inmitten der Stadt gelebt hat. Sie hoffe auf die Teilnahme von mehreren Tausend Teilnehmern. "Die ganze Region ist gefordert, deutlich zu machen, dass wir einen solchen braunen Sumpf hier nicht haben wollen", sagte Zimmermann. Die NPD habe ihre Kraft zunehmend in die Region Südwestsachsen verlagert, nachdem es in Leipzig und Dresden für die Rechtsextremen immer schwerer werde, Fuß zu fassen. So habe es erst vor wenigen Tagen eine NPD-Kundgebung in Plauen gegeben, in Chemnitz hat die rechtsextreme Partei am Freitag ein "Bildungszentrum" eröffnet. "Wir wollen mahnen: Schaut Euch alle um, was in Eurer Nachbarschaft passiert", erklärte Zimmermann. Der Appell solle auch deutlich machen, dass die Terrorzelle nichts mit den Zwickauern zu tun habe.

Zuletzt aktualisiert: 21. November 2011, 20:36 Uhr

38. Paaschalis:
Ich fürchte, Deutschen haben ein Problem: zwa ihre Geschichte. Mensch, Deutschen, steht mal wieder auf, hört auf und fängt an zu leben bitte!!
22.11.2011
09:36 Uhr
37. Chewie:
@Herr Klar, man kann mich natürlich auch bewußt falsch verstehen. Ich meinte sowas, daß man beim Moscheenbau darauf achtet, daß diese Gebäude ins Stadtbild passen, daß man auf den Muezzin-Ruf verzichtet, daß man sich als Gemeinde aktiv in die Arbeit im Stadtteil einbringt und nicht nur sog. Kulturvereine einrichtet, die eh nie ein Deutscher aufsucht. Und vor allem, daß man den ausländischen Mitbürgern hilft, sich in Deutschland zu integrieren! Klar, unsere Politiker haben in der Vergangenheit das Thema Integration sträflich vernachlässigt. Aber viele Ausländer haben sich meist ebensowenig darum gekümmert. Bisher läuft Multikulti und Integration meist so, daß Ausländer einen Stadtteil übernehmen, so daß die Deutschen dort in der Minderheit sind. Dementsprechend sieht dann z.B. die Beschriftung der Läden aus. Man wird als Deutscher zum Ausländer im eigenen Land. Und das kann nicht sein. @Ray Multikulti wurde von Holger angesprochen, nicht von mir. Postings bitte vollständig lesen!
22.11.2011
09:00 Uhr
36. Bayer:
Da wurde Bayern angesprochen, dazu mein Kommentar. Sicher gabs die damals auch, auch das Attentat am Oktoberfesteingang war ein Rechter damals. Es gab auch die RAF, die wurde vom damaligen Ost Geheimdienst fleißig unterstützt. Nachdenken bringt einen zu Ergebnis das nun evtl dieselben ex Geheimdienstler wieder aktiv sind, nur mit anderen Leuten als Handlanger. "Normale" Verbrecher bekommen nicht die Möglichkeit sich 15 j ungestört mit gefälschten Pässen zu verstecken. Hätten die den Banküberfall nicht ausgeführt wüsste man heute noch nichts von denen. Da steckt schon mehr wie kranke Phantasie dahinter. Im Übrigen das kein Westler den Osten kennt, kenne auch nicht Schleswig Holstein oder Niedersachsen. Gibt auch Norddeutsche die Bayern nur aus TV kennen. Klar wehren sich die Ostdeutschen gegen das braune Image. Ist aber Unterschied ob ein Schwarzer in München einkaufen geht, keiner beachtet ihn oder in Leipzig oder Dresden, wo er zu 99 % nicht in Ruhe einkaufen kann
22.11.2011
07:53 Uhr
35. 1848-1919-1989:
Wann fangen die Mönchengladbacher an, gegen ihr "Salafisten-Image" zu protestieren? Wann fangen die Neuköllner an, gegen ihr Klein-Istanbul-Image zu protestieren? Wann fangen die Kölner an, gegen ihre Naivität zu protestieren, sich beim Bau der AKW-Moschee von der DITIB über den Tisch gezogen lassen zu haben? Wann fängt man in Hamburg an, die Jagd von Linksextremisten auf Polizisten anzuprangern? Wann fängt man in Presse und Rundfunk an, eine seriöse und nicht tendenziöse Berichterstattung zu zeigen? Wann fängt man an, die Demokratie ggü. allen Extremisten gleichermaßen zu verteidigen? Im Übrigen: Welche Demokratie?
22.11.2011
06:41 Uhr
34. Chewie:
@Herr Klar, man kann mich natürlich auch bewußt falsch verstehen. Ich meinte sowas, daß man beim Moscheenbau darauf achtet, daß diese Gebäude ins Stadtbild passen, daß man auf den Muezzin-Ruf verzichtet, daß man sich als Gemeinde aktiv in die Arbeit im Stadtteil einbringt und nicht nur sog. Kulturvereine einrichtet, die eh nie ein Deutscher aufsucht. Und vor allem, daß man den ausländischen Mitbürgern hilft, sich in Deutschland zu integrieren! Klar, unsere Politiker haben in der Vergangenheit das Thema Integration sträflich vernachlässigt. Aber viele Ausländer haben sich meist ebensowenig darum gekümmert. Bisher läuft Multikulti und Integration meist so, daß Ausländer einen Stadtteil übernehmen, so daß die Deutschen dort in der Minderheit sind. Dementsprechend sieht dann z.B. die Beschriftung der Läden aus. Man wird als Deutscher zum Ausländer im eigenen Land. Und das kann nicht sein. @Ray Multikulti wurde von Holger angesprochen, nicht von mir. Postings bitte vollständig lesen!
22.11.2011
00:13 Uhr
33. Robert Maria Saur:
man sollte nicht den Fehler machen und hier an das Märchen der 3 Einzeltäter glauben. Die ganze Geschichte deutet vielmehr auf ein gut finanziertes weitläufiges Netzwerk hin. Und wer bitteschön glaubt denn daß die beiden Typen sich selbst umgebracht haben? Das macht doch im Kontext ihrer Gesinnung überhaupt keinen Sinn, zumal die Tatwaffe nicht aufgefunden wurde, was doch bei einem Selbstmord selbstverständlich wäre. Das Ganze sieht stattdessen vielmehr nach einer Exekution und eiliger Vertuschungsaktion aus. Denn welcher hasserfüllte Neonazi würde sich selbst umbringen ohne nicht die Chance zu nutzen bei einem Selbstmordanschlag noch ein paar Ausländer mitzunehmen? Zumal man ja über alle notwendigen Materialien verfügte... Wer jedenfalls glaubt, daß dies ein Einzelfall ist/ war/ bleibt, der sollte sich in Zukunft noch auf so manche unangenehme Überraschung gefasst machen.
21.11.2011
23:07 Uhr
32. Sophia Victoria:
Ein Problem, das zu Fremdenhass führt, ist auch das Alltagsverständnis von "Kulturen" als homogenen Gebilden, ohne historische Wandlungsfähigkeit, ohne innere Widersprüche. Kulturen erscheinen dann als ursprünglich und stabil. Mitglieder „einer“ Kultur, so scheint es, können dann gar nicht anders handeln, als ihre Kultur es ihnen vorschreibt. Damit ist der Kulturbegriff in seinem Gebrauch wieder sehr nah am dem der "Rasse", demzufolge Unterschiede zwischen Menschen biologische Ursachen haben. Nun werden "alle" Unterschiede mit Kultur erklärt. Da sagt ein Sarrazin: "Deutschland schafft sich ab." Er bildet sich dabei eine spezifische deutsche Kultur ein, die von "fremden" Kulturen bedroht sei: "Der" Deutsche is(s)t Bratwurst und Christ. "Der" Türke hingegen is(s)t Döner und Muslim. Nein danke, sage ich da! Ich esse kein Fleisch, bin nicht religiös und auch nicht stolz deutsch zu sein - im Gegenteil, es wird Zeit, dass nationalstaatliche Grenzen im Zuge der Globalisierung weiter bröckeln.
21.11.2011
22:54 Uhr
31. Altmarkmaik:
Oh,wieder mal wird das Vorurteil ,das der Osten braun ist, hofiert. Das die Täter auch von Duisburg,Stuttgart oder Lübeck aus ihre Gewalttaten hätten planen können soll wieder mal nicht möglich sein. Ein tunesischer Freund wurde vor einiger Zeit in Schleswig Holstein von nicht mal glatzköpfigen Deutschen angepöbelt und angespuckt. Und SH liegt ja wohl nicht im Osten ... Oder ???
21.11.2011
22:32 Uhr
30. Antifa:
Haha ich lach mich tot!..." Sachsen nicht als braun abstempeln"! Wer sich wirklich intensiv mit dem Thema Rechtsextremismus in Sachsen auseinandersetzt, weiß wie stark sich der Alltagsrassismus in der gesellschaftlichen Mitte etabliert hat.
21.11.2011
22:23 Uhr
29. Eckersbacher:
mdr-Sachsenspiegel, sz-online - was soll man heute nach den vielen Jahren daraus schließen, das beide Medien die viertgrößte Stadt Sachsens im Gegensatz zu viel kleineren Orten auf ihren Wetterkarten auslassen? Sogar die Argumente des Zwickauer CDU-Bundestagsabgeordneten konnten das nicht ändern. Ich hätte gern das Ausgrenzungsargument vernommen. Graphische Gründe sind es nicht, weil die Wetterkarte von br-online uns zeigt, wie es gemacht wird.
21.11.2011
21:36 Uhr

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