Sachsen

Landesregierung Sachsen : Zukunft von Regierungssprecher Cohausz weiter offen

Der sächsische Regierungssprecher Johann-Adolf Cohausz lässt seine Zukunft nach Erreichen des Rentenalters offen. Medienberichte, wonach er Ende Mai aus dem Amt ausscheidet, kommentierte Cohausz am Dienstag folgendermaßen: "Am 1. Juni beginnt für mich das gesetzliche Pensionsalter. Alle Entscheidungen für die Zeit danach trifft Ministerpräsident Stanislaw Tillich."

Umstrittene Medienschulung

Regierungssprecher Johann-Adolf Cohausz
Seit November 2009 ist Johann-Adolf Cohausz Regierungssprecher in Sachsen.

Cohausz war am 22. April 65 Jahre alt geworden. Den gesetzlichen Regelungen zufolge muss er aber noch bis Ende dieses Monats arbeiten. Medienberichten zufolge wird Tillich sich in Kürze von seinem Sprecher verabschieden. Ursprünglich war die Rede davon, dass Cohausz bis zum Ende der Legislaturperiode 2014 bleibt.

Der gebürtige Paderborner war im November 2009 nach Sachsen gekommen, als Nachfolger von Peter Zimmermann. Zuvor arbeitete Cohausz als Diplomat in Dubai. In die Schlagzeilen geriet er 2011 mit einem umstrittenen Medientraining. Der Regierungssprecher hatte zum Tagessatz von 4.500 Euro Unterricht bei einem Berliner Medientrainer genommen. Mit der Schulung sollte Cohausz für den Umgang mit Journalisten fit gemacht werden. Der Bund der Steuerzahler hatte das achttägige Training im Oktober vergangenen Jahres kritisiert. Cohausz hätte die gesamten Kosten oder zumindest einen Teil davon selbst zahlen müssen, forderte der Steuerzahlerbund. Er verwies zudem darauf, dass die Schulung ohne Ausschreibung vergeben worden sei und den üblichen Kostenrahmen gesprengt habe.

Regierungssprecher in Sachsen waren seit 1990 Michael Kinze, Michael Sagurna, Christian Striefler, Thomas Raabe, Katrin Träger und Peter Zimmermann.

Zuletzt aktualisiert: 22. Mai 2012, 18:17 Uhr

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