Sachsen

Preisverleihung am 9. November : Nominierungen für Sächsischen Demokratiepreis

Für den Sächsischen Demokratieförderpreis 2012 sind zehn Initiativen nominiert worden. Wie die Amadeu-Antonio-Stiftung am Dienstag mitteilte, wurden sie aus insgesamt 56 Bewerbungen ausgesucht. Die zehn Nominierten würden in einer feierlichen Preisverleihung am 9. November in Dresden geehrt. Zwei von ihnen erhalten die mit jeweils 5.000 Euro dotierten Hauptpreise. Für die anderen gibt es Anerkennungspreise in Höhe von jeweils 1.000 Euro. Die Laudatio soll Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse halten.

Nominierungen aus ganz Sachsen

Logo der Amadeu-Antonio-Stiftung
Der Demokratiepreis wird an Initiativen gegen Rechtsextremismus vergeben.

Unter den zehn ausgewählten Initiativen ist auch das Dresdner "Bündnis Nazifrei", das alljährlich den Protest gegen den Aufmarsch von Rechtsextremen im Februar mitorganisiert. Außerdem können Anti-Rechts-Initiativen aus Hoyerswerda, Wurzen, Limbach-Oberfrohna und Vierkirchen auf eine Prämierung hoffen sowie auch Flüchtlings- und Migrantenhilfsvereine aus Chemnitz und Zwickau.

Mit dem Förderpreis für Demokratie werden Initiativen geehrt, die sich für Menschenrechte und gegen Rechtsextremismus engagieren.

Die nominierten Initiativen:

* Bündnis "Nazifrei! Dresden stellt sich quer", Dresden
* "Bunter Schall als Widerhall", Vierkirchen (Oberlausitz)
* "Bunter Brühl", Chemnitz
* Freies Radio "ColoRadio", Dresden
* Fan-Projekt "Lernzentrum Denk-Anstoß", Dresden
* Kulturfabrik Hoyerswerda
* Netzwerk für Demokratische Kultur, Wurzen
* Soziale und politische Bildungsvereinigung, Limbach-Oberfrohna
* Initiativkreis "Menschen.Würdig", Leipzig
* "WIR - Gemeinsam in Zwickau", Zwickau

Zuletzt aktualisiert: 09. Oktober 2012, 16:10 Uhr

1. Dresdner:
Ich gehe jede Wette ein ,daß das Bündnis "Nazifrei ,Dresden stellt sich quer" diesen Preis nicht erhalten wird.Warum wohl?
11.10.2012
14:02 Uhr

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Sächsischer Förderpreis für Demokratie

Der Preis wurde erstmals 2007 und seitdem jedes Jahr vergeben. Mit ihm soll auf Initiativen für Menschenrechte und gegen Rechtsextremismus aufmerksam gemacht werden.

Der Demokratiepreis wird von der Amadeu Antonio Stiftung, der Freudenberg Stiftung und der Sebastian Cobler Stiftung vergeben - bis 2010 gemeinsam mit der sächsischen Landesregierung, der Stiftung Frauenkirche und der Kulturstiftung der Dresdner Bank, die dann jedoch ausstiegen.

Auslöser war der Streit um die sogenannte Anti-Extremismus-Erklärung, die Sachsen von staatlich geförderten Initiativen verlangt. Zum Eklat kam es, als das Alternative Kultur- und Bildungszentrum Sächsische Schweiz im November 2010 den Demokratiepreis abgelehnt hatte.

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