Gedenken an Naturkatastrophe : Großenhain erinnert mit Denkmal an Tornado 2010
Zur Erinnerung an den Tornado vor zwei Jahren ist am Donnerstag im Stadtpark Großenhain ein Denkmal eingeweiht worden. Wie die Stadtverwaltung Großenhain mitteilte, hat der Meißner Künstler Matthias Lehmann das Werk geschaffen. Die Kosten in Höhe von 10.000 Euro hätten Sponsoren übernommen. Die Stadt Großenhain, der Sächsische Künstlerbund und die Initiativgruppe Via Regia Sculptura hatten zu einem Künstlerwettbewerb aufgerufen.
Der Siegerentwurf zeigt in einem gut drei Meter hohen Quader die Naturgewalten. So "schweben" hinter Sicherheitsglas an Edelstahldrähten aufgeängte Eisbälle, Dachziegel, Äste und Müll durcheinander. Sie sollen einen Eindruck davon vermitteln, wie die Windhose am Pfingstmontag vor zwei Jahren gewütet hatte.
Ein Toter, 50 Verletzte und 100 Millionen Euro Sachschaden
Es wurden unzählige Dächer abgedeckt, Mauern und Schornsteine eingedrückt und Gehölze umgeknickt. Ein sechsjähriges Mädchen starb unter einem umgestürzten Baum, 50 Menschen wurden bei dem Unwetter verletzt. Im Landkreis Meißen entstanden Sachschäden von rund 100 Millionen Euro, die Schäden allein im Stadtgebiet von Großenhain beliefen sich auf mehr als 80 Millionen Euro. Die Schäden an Gebäuden und der städtischen Infrastruktur sind nach Angaben der Stadtverwaltung inzwischen fast alle behoben. Sichtbar seien jedoch noch Narben in der Natur, wo in Parks und auf Friedhöfen uralte Bäume einfach abgeknickt wurden.
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