Mit Hundekot beschmierte Scheibe.
Das beschmierte Fenster am Büro des Flüchtlingsrats. Bildrechte: Sächsischer Flüchtlingsrat e. V.

Dresden | Altenberg Attacke auf Flüchtlingsrat-Büro, Angriff auf Flüchtlinge

Mit Hundekot beschmierte Scheibe.
Das beschmierte Fenster am Büro des Flüchtlingsrats. Bildrechte: Sächsischer Flüchtlingsrat e. V.

In der Nacht zum Montag ist in Dresden das Büro des Sächsischen Flüchtlingsrats mit Hundekot beschmiert worden. Unbekannte hatten die Fäkalien über einem Hinweisschild mit Beratungsangeboten verteilt. Zudem wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Refugees not welcome" an eine Scheibe geklebt. Eine Mitarbeiterin berichtete, dass dies nicht der erste Angriff dieser Art auf die Einrichtung war. Schon im vergangenen Jahr sei ein Hinweisschild mehrfach beschmiert worden.

Afghanen beleidigt und angegriffen

Bereits am Sonntag sind in Altenberg zwei afghanische Flüchtlinge von einem jungen Mann beleidigt und geschlagen worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, trug der Angreifer einen Stahlhelm, auf dem ein Hakenkreuz zu sehen war. Nach den Beleidigungen schlug er mit dem Helm den 21-jährigen Asylbewerber. Selbst als dieser schon am Boden lag, traktierte ihn der Täter weiter. Erst durch das Eingreifen von Passanten entfernte er sich von dem Opfer und flüchtete. Dabei soll er den Hitlergruß gezeigt haben. Der verletzte Mann musste medizinisch versorgt werden.

Der Staatsschutz der Dresdner Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen aufgenommen. Zudem sucht die Polizei Zeugen, die die Tat beobachtet haben. Der Täter wird wie folgt beschrieben: 25 bis 30 Jahre alt, etwa 1,75 Meter groß, kräftige Statur, Glatze, sogenanntes "Hitlerbärtchen". Er trug eine hellblaue Jeans und eine khakifarbene Jacke. Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter 0351 4832233 entgegen.

Zuletzt aktualisiert: 18. Januar 2016, 18:12 Uhr

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62 Kommentare

19.01.2016 00:39 Neumann53 62

Dieser Stahlhelm-Prügler mit Hakenkreuz ist kein Stück besser als ein radikaler Islamist. Man muss schon sehr gestört im Kopf sein, um so eine Tat zu begehen. Was hat der Schläger nun davon? Genießt er sein "Machtgefühl", eine fremde Person niedergeschlagen zu haben? Pfui Teufel!

19.01.2016 21:03 Phrasenhasser 61

Wolpertinger - dann machen Sie sich mal schlau, wie viele Besucher das Oktoberfest hat. Und wie viele Übergriffe da insgesamt gemeldet werden. Es dürfte aber absolut nichts darauf hinweisen, dass man unter den Ansässigen die Frauen so geringschätzig behandelt, so herabwürdigend und vor allem: vor aller Augen!

19.01.2016 17:45 Heinz 60

Hallo, Gibt es hier keine anderen, interessanten Themen als immer nur diese Asylanten ?

19.01.2016 17:30 MutzurWahrheit! 59

Titelzeile bei MDR und Co.: "Dauerattacken der Bundestags-Parteienauf das deutsche Volk! Angriffe auf Andersdenkende!" Man wird ja mal träumen dürfen......

19.01.2016 17:09 Morchelchen 58

Das waren keine Linke! Die hätten, Erfahrungswerten nach, sicherlich das Fenster mit Pflastersteinen eingeschlagen und großzügig Buttersäure ins Innere verteilt. Nur die eine Stelle auf dem Hinweisblatt mit Hundekot zu "verzieren" - das wäre unter deren Würde gewesen. Es dürfte sich hier also um Rechtsgesinnte handeln, schätze älteren Jahrganges, da das stinkende "Andenken" geradezu "sorgfältig" platziert wurde...

19.01.2016 14:05 Erhard 57

Ich sehe das genauso, wie Wolperdinger (56). Allerdings kommt gerade bei dieser Straftat eine große Schwierigkeit hinzu. Es gilt bei jeder Straftat gegenüber dem Beschuldigten - die Unschuldsvermutung. Es git: *Eines Mannes Wort - ist keines Mannes Wort.* Wie schlimm eine unbewiesene einseitige Anschuldigung sein kann, haben wir im Fall *Jörg Kachelmann* erlebt. Nun berichten die Medien, dass ein 13 jähriges Mädchen aus Berlin eine Vergewaltigung durch einen Ausländer sich nur ausgedacht hat. Es gibt oft Menschen, die sich mit solchen >Storys< im Lichte der Öffentlichkeit suhlen wollen. Hier erinnere ich besonders an die Rentner, welche vor 50 oder 60 Jahren von einem Katholischen Würderträger sexuell missbraucht worden sein wollen. Und heute die Staatsanwaltschaften und Medien beschäftigen.

19.01.2016 12:57 Wolpertinger 56

52. Witwer Bolte und 54. Webspace: Mir liegt es fern zu relativieren. Aber meinen Sie nicht, den Frauen ist es Schei...egal, ob man sich vorher abgesprochen hat ? Die Tat bleibt für das einzelne Opfer dasselbe. Zu 54. Webspace: Jetzt relativieren Sie. Sie überschätzen die Menschen unseres Kulturkreises. Die Straftat selbst hat wenig mit Kultur zu tun.Sie ist ein objektiver Tatbestand, der so oder so erfüllt wird. Seit dem Jahr 2000 liegt die Zahl der Opfer von Vergewaltigungen und sexueller Nötigung bei ca 7000-9000 pro Jahr. Das Sexualstrafrecht ist in Deutschland viel zu weich gespült. Die Strafrahmen sind zu gering. Das hat wenig mit Ausländern zu tun.

19.01.2016 11:48 Erhard 55

Beim Schlusssatz in Kommentar Nr. 37 hat sich wieder der *Fehler-Teufel* eingeschlichen. Richtig soll es heißen: "Wenn der Kapitalismus stirbt, da wird ihn keiner mit brennenden Kerzen zu Grabe tragen - da brennt die Luft.*

19.01.2016 11:32 Webspace 54

@45 Massenbelästigung von Frauen durch ganze Männergruppen die die Frauen einkesseln und wie Tiere jagen sind in unserer Kultur bislang nicht üblich. Im übrigen auch nicht zum Oktoberfest oder Karneval. Im arabischen Raum kennt man das Phänomen seit Langen und bezeichnet es dort als "Taharrush". Siehe auch die Vorkommnisse in Kairo nach dem arabischen Frühling. Schämen Sie sich für Ihre Relativierungen, damit entwürdigen sie die Frauen ein zweites Mal. Vielen Dank für die Bereicherung. Hoffentlich hat der Spuk bald ein Ende, der angerichtete Schaden ist bereits groß genug.

19.01.2016 11:26 m.g. 53

Linksextremisten drohen mit Ermordung von AfD-Mitglied Linksextremisten in Göttingen haben mit der Ermordung des Vorsitzenden der Jungen Alternative im Bezirk Braunschweig, Lars Steinke, gedroht. Am Sonntag blockierten rund 20 Anhänger der linken Szene das Wohnhaus von Steinke und bauten zwei symbolische Gräber mit dem Spruch „Ein Grablicht für Lars Steinke“ auf.