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Bewährungsstrafe für Nasser A. Terrorverdächtiger Syrer verurteilt

Der 25-jährige Syrer Nasser A. wurde wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zu 22 Monaten Haftstrafe auf Bewährung veruteilt. Der Staatsschutzsenat am OLG Dresden hatte drei Monate lang verhandelt.

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Der Syrer Nasser A. ist vom Staatsschutzsenat am Oberlandesgericht in Dresden wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland verurteilt worden. Die Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten wurde zur Bewährung ausgesetzt, wie das Gericht am Mittwochmorgen mitteilte. Es sei erwiesen, dass sich der Angeklagte in Syrien im Jahr 2014 der islamistischen Al-Nusra-Front, einem inzwischen umbenannten Ableger des Terrornetzwerkes Al Kaida, angeschlossen hatte. Dort habe er eine militärische Ausbildung erhalten und für weitere Einsätze bereit gestanden. Konkrete Tathandlungen hätten dem Mann nicht nachgewiesen werden können.

Syrer ging freiwillig zur Polizei

Bei der Strafe sei berücksichtigt worden, dass der Angeklagte sich selbst gestellt und gestanden hatte. Außerdem habe der 25-jährige Flüchtling keine Vorstrafen. Nasser A. war seit dem 15. Februar in Untersuchungshaft. Nach Angaben seines Verteidigers hatte er sich selbst an die Polizei in Chemnitz gewandt. Jedoch sei er zweimal abgewiesen worden, bevor man ihm beim dritten Besuch auf dem Revier Gehör geschenkt habe.

Über dieses Thema berichtet MDR Sachsen auch im Radio: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 06.12.2017 | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 10:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 06. Dezember 2017, 11:46 Uhr

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6 Kommentare

07.12.2017 12:07 Rico 6

Zitat "Konkrete Tathandlungen hätten dem Mann nicht nachgewiesen werden können." Einfach UNFASSBAR! War da jetzt eine Ermittlungskommission in Syrien? Noch mal zur Erinnerung: Wegen dem IS sind hunderttausende Flüchtlinge (wird jedenfalls so behauptet) bei uns!
@Nr3 Zitat "...Einfluss auf ein eventuell laufendes Asylverfahren..." Wieso eventuell? Ist wohl noch nicht registriert? Ansonsten gibt es nur eine Konsequenz: sofortige Abschiebung!

06.12.2017 18:28 jochen 5

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06.12.2017 15:28 Fragender Rentner 4

Nur gut das er nicht ins Gefängnis muß.

So können wir ihn besser integrieren.

06.12.2017 13:30 Gaihadres 3

@Nr. 1: An welcher Stelle dieses Artikels haben Sie denn gelesen, dass er bleiben darf? Also ich lese da keinen Absatz dazu. Ob die Bewährungsstrafe Einfluss auf ein eventuell laufendes Asylverfahren oder den Aufenthalt hat wird sich zeigen.

06.12.2017 12:19 Na so was 2

Wieviel Euro Entschädigung erhält er? Er war ja schließlich seit 15. Februar 2017 in Untersuchungshaft. Konkrete Tathandlungen sind ihm nicht nachzuweisen Eine Prämie steht ihm eigentlich auch noch zu, zweimal hat er versucht, sich bei der deutschen Polizei zu stellen, es wollte nur keiner zuhören.

06.12.2017 11:22 Anmerkung 1

So nun darf erbleiben und wird weiter in der soz. Hängematte bleiben . Warum müssen wir Straftäter weiter fördern , anstatt sie mit dem urteil nach hause zu schicken ? In syrien kann er soz. ASufbaustunden leisten!!