Rassistische Übergriffe Pegida-Gegner sagen Demo aus Furcht ab

Gegner der Pegida-Bewegung in Freital haben die für Freitag geplante Demonstration abgesagt. Der Sprecher der Organisatoren, Michael Richter, sagte dem MDR, es würden Angriffe auf die Demonstranten befürchtet. Durch einen Fehler in der Stadtverwaltung Freital seien persönliche Daten der Anmelder inklusive Adresse und Telefonnummer sowie die geplante Route an Dritte weitergegeben worden.

Zu unserem Bedauern hat die Stadtverwaltung Freital unsere Anmeldung mit unserer geplanten Route, unserer Büroadresse und den Adressen der Versammlungsleiter an unbeteiligte Dritte weitergeleitet. Entsprechend können wir die Sicherheit unserer Teilnehmer nicht mehr gewährleisten. Wir haben den Vorfall dem Datenschutzbeauftragen des Landes zur Prüfung, wegen Verstoßes gegen das Datengeheimnis weitergeleitet."

Organisation für Weltoffenheit und Toleranz Freital und Umgebung

Asylkritiker im Mailverteiler

Das Anmeldeformular für die Demonstration landete Richter zufolge in einem Mailverteiler des Beirates für Asyl. In diesem Beirat engagierten sich auch Asylkritiker von der AfD-Fraktion und es gebe Kontakte zu einer asylkritischen Bürgerwehr vor Ort. Somit sei nicht auszuschließen, dass die Daten auch in die Hände von Pegida-Unterstützern gelangt sind. Der Vorfall werde dem Datenschutzbeauftragen des Landes vorgelegt, der ihn auf Verstoß gegen das Datengeheimnis prüfen solle. Kommende Woche werde aber wieder demonstriert, sagte der Linke-Politiker. "Wir werden definitiv für nächste Woche wieder anmelden."

Drohanruf, Steinwurf, Körperverletzung

Dass die Angst vor Gewalt nicht aus der Luft gegriffen zu sein scheint, dafür spricht eine Reihe von gewalttätigen Vorfällen in der Stadt. Das Operative Abwehrzentrum ermittelt derzeit in fünf Fällen wegen Straftaten im Zusammenhang mit Asylbewerbern beziehungsweise der Asylunterkunft "Leonardo" in Freital. Zu den Straftaten zählen ein Drohanruf beim Heimbetreiber (Hotelbesitzer), ein zusammengeschlagener Asylbewerber, ein Böllerwurf, das Einwerfen eines Heimfensters mit einem Stein wobei sich ein Flüchtling leicht verletzte. 

Brennpunkt Freital

"Für uns als Opferberatung ist Freital gerade ein Schwerpunkt der Beratungsarbeit und ein Schwerpunkt rassistischer Angriffe", sagte eine Sprecherin der Opferberatungsstelle RAA dem MDR.

Auch Facebook-Gruppen von Asylgegnern sind ins Visier des Staatsschutzes geraten. Der ermittelt wegen Gewaltaufrufen. Dabei geht es nach Informationen des MDR um die Drohung, das Freitaler Heim in Brand zu setzen. Dem gegenüber stehen Facebook-Gruppen, die sich für ein weltoffenes Freital einsetzen.

Zuletzt aktualisiert: 21. Mai 2015, 16:36 Uhr

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31 Kommentare

24.05.2015 19:24 DerSuperFriese 31

@26: Goejûn neugieriger! Der Klaas ist also kein Niederländer. Dat herkent U omdat U zijn schrijffouten analyseert (Das erkennen Sie, indem Sie seine Schreibfehler analysieren). Nun ja, manch ein Zeitgenosse hält niederländisch ja einfach nur für schlechtes Deutsch, aber schauen Sie doch mal nach wie man "Parlament" auf NL schreibt.

@all @MDR: Naja, Freital wehrt sich, nein zum Hotelheim findet ja mittlerweile auch antisemitische Propaganda wie die "Protokolle der Weisen von Zion" toll. Einfach mal die Kommentare unter dem FB-Eintrag der Gruppe vom 20.05. zu Herrn Zimmer aus Freital durchlesen und schauen, wer was mit "gefällt mir" bewertet.

Grüße von einem Angehörigen einer anerkannten nationalen und germanischen Minderheit in D und NL an manche Möchtergen- und Pseudo-Germanen. @neugieriger: Analysieren Sie doch bitte, ob ich "Deutscher" bin.

24.05.2015 02:29 DER Historiker 30

Das hat aber fast zwei Tage gebraucht, ehe unserer "Historiker" den kleinen Schreibfehler hier gefunden und formuliert hat. In der Sprache so oder so einschlägiger Seiten: "Wer einen Rechtschreibfehler gefunden hat, darf ihn behalten." Bleiben wir beim Inhalt: Vom Historiker unterscheidet Sie sowohl Ihre mangelhafte Fähigkeit des quellenkritischen Lesens als auch die Ihres dialektischen Denkvermögens. Deswegen werden ernstzunehmende Historiker sich zwar wegen Pegida sorgen müssen, NIEMALS aber Pegida inhaltlich ernst nehmen können. Jaja: Ich weiß: im verbliebenen Pegidistan weniger Tausend liebt man weder den "Gutmenschen" noch "Belehrsamkeit", weder den Muslim noch die irgendwie jenseits der eigenen Kleingeistigkeit, Bosheit und Dümmlichkeit verbliebenen leider zu sprachlosen Hunderttausende und Millionen ...

23.05.2015 22:24 Nazis fahren kostenlos 29

Na ein was gutes hat die Bürgerwehr. Einfach beim Busfahrer sagen, man sei von der Bürgerwehr und schon fährt man Abends kostenlos. Eigentlich ein Skandal aber was solls.

23.05.2015 20:00 Ja ja... 28

@24. fcbrwe (u. a.) - die Sachsen und die deutsche Rechtschreibung (von der Sprache mal ganz abgesehen!): offenbar eine Feindschaft fürs Leben! - andererseits müssten doch gerade diejenigen, die immer das Deutschtum samt Leitkultur über ihren Köpfen schwenken, ihre eigene Muttersprache beherrschen - nicht wahr? - Rosa "Luxenburg" lässt grüßen...

23.05.2015 19:03 Historiker 27

@Jaja 11 - muss noch etwas an seiner "Kometenz" arbeiten, sonst bleiben seine Beiträge hohl.

23.05.2015 18:05 neugieriger 26

@ 23: Sie sind kein Holländer! Ihr Schreibstil und Ihre Schreibfehler, die so nur ein Deutscher macht, verrät Sie. Mir scheint, Sie polemisieren nur gern.

23.05.2015 17:53 schelm 25

Ja, Irmela ......., kleine [...], wo konkret war das nun in Freital??? Phrasen dreschen, polemisieren ist Ihr Ding. Gibt es eine konkretete Nachfrage, folgt tiefes Schweigen im Urwald. [Beschimpfung entfernt - MDR.DE_Redaktion]

23.05.2015 15:34 fcbrwe 24

@ 20/21: Hallo Rosa Luxenburg......

23.05.2015 14:08 klaas aus Holland 23

@21 Genau Irmela! Auch in Holland haben wir den Wilders mit seiner Partei (PVV) eine xenofobische Partei die Angst und Hass verbreitet. Seit er im Parlement sitzt hat sich die parlementarische Demokratie und Sprache 'verwildert'. Das wird auch mit der AfD sein. Weg also mit der Meckerorganisation Pegida in Europa.

23.05.2015 09:44 joachim lissner 22

@Jens!:Das Gegenteil ist der Fall ,die Ablehnung ist keine Zustimmung für Pegida ,sondern ein weiterer Protest gengen neue Hass-bzw.Hetzreden gegen Völkerverständigung ,bzw gegen Ausländerhass , gegen Medienhass an die Öffentlich-Rechtlichen Fernsehanstalten bzw.gegen andauerne Beschimpfungen und Hassreden gegen alle deutschen Politiker nicht nur von der Regierung die nicht auf dem Zug von Pegida aufspringen wollen.Und sie haben auch zum Teil berechtigte Angst ,solange es solche Pegidasbewegungen noch gibt Angst um sich und auch um ihr Familien und Freunden.Dies sind eins der vielen Gründe der Pegida-Gegner hierzu!