Dresden Fachtag für pflegende Angehörige

In Dresden fand am Dienstag der 1. Sächsische Fachtag für pflegende Angehörige statt. Er stand unter dem Motto "Fakten - Chancen - Forderungen". Organisiert und initiiert wurde er von Annelie Wagner aus Zwickau. Sie hat ihre Mutter elf Jahre lang gepflegt und engagiert sich seitdem für pflegende Angehörige.

Eine Pflegefachkraft hält die Hand eines dreijährigen Mädchens einer Intensivpflege-Wohngruppe für kranke Kinder.
Nicht nur Senioren werden Zuhause gepflegt, sondern auch pflegebedürftige Kinder. Bildrechte: dpa

Geplant waren den gesamten Tag über Vorträge zum Thema "Pflege durch Angehörige" und Diskussionsrunden. Für pflegende Angehörige war die Teilnahme kostenlos.

Um diese Themen ging es (Auszug):

  • Realitäten für pflegende Angehörige in Sachsen
  • Vereinbarkeit von Pflege und Beruf - wie kann sie gelingen?
  • Was pflegende Angehörige stärkt – Erkenntnisse und Anregungen

Rund 167.000 Pflegebedürftige in Sachsen

In Sachsen werden rund 167.000 Menschen ambulant oder Zuhause gepflegt. 40 Prozent aller Pflegebedürftigen werden von Angehörigen gepflegt. Die meisten Pflegebedürftigen - rund 142.000 - sind älter als 65 Jahre. Mehr als 5.300 Pflegebedürftige sind jünger als 25 Jahre.

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Fernsehen: MDR SACHSENSPIEGEL | 14.11.2017 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. November 2017, 21:25 Uhr

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2 Kommentare

14.11.2017 23:34 Dresdnerin 2

Man hat ed als pflegender Angehöriger nicht leicht, man geht arbeiten, macht den Haushalt, hilft dem Mann wo man kann, und weil man nicht genug Arbeit hat, muß man sich mit Amt und Krankenkasse rumärgern, meist muß man in Widerspruch gehen... das Kostet Zeit, Kraft und Nerven. Und Unterstützung bekommt man nicht wirklich

14.11.2017 18:16 Tine 1

Als mein Mann 2009 an Alzheimer-Demenz erkrankte brach für mich eine Welt zusammen. Hilfe von seitens der Behörden wie so schön immer geschrieben wird bekam ich nicht von der Krankenkasse meist erst eine Ablehnung und in Widerspruch gehen ist gang und gebe.Sprach dann in einem Pflegeheim vor da wurde die Tagespflege empfohlen. Mein Mann war sehr Nachtaktiv.Jetzt lebt er schon über 5 Jahre im Cultus Dresden.Das Pflegepersonal ist immer sehr freundlich.Es ist eine sehr schwere körperliche arbeit. Dies müßte endlich mal anerkannt werden.Die Politiker die die Gesetze verabschieden kann ich nur empfehlen eine Woche da Dienst zu tun.