Religion : Kleines Zittauer Fastentuch in Dresdner Kathedrale
In der Kathedrale des Bistums Dresden-Meißen wird ab Aschermittwoch das Kleine Zittauer Fastentuch gezeigt. Die originalgetreue 15 Quadratmeter große Kopie ist während der gesamten Fastenzeit bis Karfreitag in der früheren Katholischen Hofkirche zu sehen. Begleitend zur Präsentation der kostbaren Textilie informiert eine Ausstellung über die Pilger- und Touristenroute "Via Sacra" im Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien.
Mit Fastentüchern wurden im Mittelalter zur Fastenzeit Altäre und Reliquien verhüllt, um die stille Einkehr zu fördern. Die meisten der früher weit verbreiteten Leinentücher wurden bei sogenannten Bilderstürmen während der Reformation zerstört. In Zittau blieben zwei Tücher erhalten. Das kleinere Exemplar stammt aus dem Jahr 1573, das größere ist rund 100 Jahr älter. Die empfindlichen Originale lagern besonders geschützt im Kulturhistorischen Museum der Stadt.
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