Feinstaub : Dicke Luft im Elbtal
Wegen der aktuellen Wetterlage herrscht in Sachsen derzeit eine hohe Feinstaubbelastung. Nach Angaben des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie wird der zulässige Feinstaubgrenzwert mittlerweile an mehr als der Hälfte aller Luftmessstationen überschritten. Grund für die dicke Luft sei der fehlende Wind und der geringe Luftaustausch.
Auch in den nächsten Tagen muss dem Amt zufolge mit hohen Belastungen gerechnet werden, da sich das Wetter bis Montag kaum ändern soll. Wer empfindlich darauf reagiere, solle vorübergehend auf Ausdauersportarten und sonstige Anstrengungen im Freien verzichten. Der Feinstaub-Grenzwert beträgt 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Er darf an maximal 35 Tagen im Kalenderjahr überschritten werden.
Grenzwerte auch im Böhmischen Becken überschritten
Besonders in Tallagen, wie zum Beispiel entlang der Elbe oder in Erzgebirgstälern, halte sich der Nebel hartnäckig. In Tschechien - im Böhmischen Becken - ist teilweise Smog-Alarm ausgelöst worden. Wie die "Sächsische Zeitung" berichtete, sind die Menschen in Usti nad Labem (Aussig) aufgefordert worden, ihre Autos stehen zu lassen und mit öffentlichen Verkehrsmittel zu fahren. Auch in Nordmähren und Schlesien herrscht dicke Luft. Verursacher ist laut "Radio Prag" die Schwerindustrie auf beiden Seiten der Grenze. In Polen gilt für diese Unternehmen eine Ausnahmeregelung der EU, das verschlechtere die Situation zusätzlich, so der Radiosender.
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