Fliegerbombe in Dresden entschärft
Bildrechte: MDR/Roland Halkasch

Dresden-Friedrichstadt Fliegerbombe erfolgreich entschärft

Fliegerbombe in Dresden entschärft
Bildrechte: MDR/Roland Halkasch

Die am Freitag in Dresden-Friedrichstadt gefundene Fliegerbombe ist am Abend erfolgreich entschärft worden. Die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes haben die 3-Zentner-Bombe amerikanischer Bauart nach mehreren Stunden unschädlich gemacht. Kurz vor 21 Uhr teilte die Polizei über Facebook mit, dass alle Sperrungen aufgehoben sind und die Anwohner zurück in ihre Häuser dürfen.


Die Bombe wurde am Morgen bei Bauarbeiten gegenüber der Yenidze auf einem Grundstück an der Weißeritzstraße / Ecke Magdeburger Straße entdeckt. Die Sprengstoff-Experten entschieden sich dafür, den Blindgänger vor Ort zu entschärfen.

Evakuierung und Verkehrsbehinderungen

Evakuierungsbereich nach Bombenfund in Dresden
Der Evakuierungsbereich (grün) nach dem Bombenfund in Dresden-Friedrichstadt: Verlauf der Elbe, Kleine Packhofstraße, Ostraallee, Maxstraße, Friedrichstraße, Schlachthofstraße, Messering, Pieschener Allee bis erneut zum Elbufer Bildrechte: Polizeidirektion Dresden

Am Nachmittag begann die Polizei mit der Evakuierung im Umkreis von 450 Metern um den Fundort der Bombe. Von der Maßnahme waren mehrere Pflegeheime betroffen. Weiterhin befanden sich Hotels und Bürogebäude, beispielsweise das Haus der Presse, im Evakuierungsgebiet. Nach Polizeiinformationen mussten zudem 800 Anwohner ihre Häuser verlassen. Für sie standen die Turnhalle der Schule am Terrassenufer 15 und auf der Pfotenhauerstraße als Notunterkunft zur Verfügung. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, haben 32 Personen das Angebot genutzt.

Auch im Straßen-, Zug-, und Flugverkehr kam es zu Behinderungen. Alle Straßen in der Evakuierungszone waren seit dem späten Nachmittag gesperrt. Busse und Bahnen der Dresdner Verkehrsbetriebe mussten umgeleitet werden und zwischen Dresden Neustadt und Dresden Mitte konnten keine Züge fahren. Die deutsche Flugsicherung verhängte für den Dresdner Flughafen zudem zwei Mal Landeverbot. Da sich die Bombenentschärfung verzögerte, konnten ankommende Flugzeuge bis kurz vor 20 Uhr landen. Drei Maschinen aus Basel, Düsseldorf und Köln, die planmäßig nach 20 Uhr landen sollten, flogen zunächst in Warteschleifen über der Lausitz. Kurz vor der Entschärfung wurden sie nach Leipzig und Berlin umgeleitet, durften dann aber doch den Zielflughafen ansteuern.

Dresdner Eislöwen sagen Spiel ab

Ein Spiel der Dresdner Eislöwen gegen den ESV Kaufbeuren wurde bereits am Nachmittag abgesagt, da sich die Eishockey-Arena im Evakuierungsgebiet befindet. Das Spiel wird in Abstimmung mit beiden Klubs am 26. Januar in Dresden nachgeholt, die Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit.

Nach zahlreichen Gesprächen mit den Verantwortlichen haben wir uns schweren Herzens entschieden, das Spiel abzusagen. Leider können nach derzeitigem Stand keine genauen Aussagen zur geplanten Entschärfung getroffen werden. Alle Zeitfenster sind derzeit mit einem Konjunktiv verbunden, der Verlauf nicht absehbar.

Geschäftsführer der Dresdner Eislöwen, Volker Schnabel

Großeinsatz für Polizei und Feuerwehr

Die Polizeidirektion Dresden erhielt Unterstützung von der Bereitschaftspolizei und war mit 288 Beamten im Einsatz. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit 170 Personen vertreten. Weiterhin wurden von der Landeshauptstadt 42 Mitarbeiter des Gemeindlichen Vollzugsdienstes zur Verfügung gestellt. Der ganztägige Einsatz verlief nach Aussage der Polizei ohne Zwischenfälle.

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5 Kommentare

22.01.2016 00:01 Hmhmhm an guantche 5

... und begann in Spanien, Polen, den Niederlanden, England, Russland...

22.01.2016 22:15 Helga - die Katze! 4

Hoffendlich überstehen die alten Leute aus dem Pflegeheim die Evakuierung bei der Kälte gut.Es ist ja auch immerhin für sie ein aufregendes Ereignis.Meine Hochachtung vor all den Leuten,die daran beteiligt sind diesen gefährlichen ,,Gruß,,von Amerika zu beseitigen.

22.01.2016 17:52 guantche 3

Mit besten Grüßen von den Alliierten , den
Freunden der sogenannten Demokraten.
Deutschland, Vietnam, Afghanistan , Irak,
Syrien.................. die Reihe der Bombenspur ist
unendlich.

22.01.2016 15:05 Dresdnerin 2

Was gibt es da zu kommentieren ,man kann nur hoffen, daß es gut geht und keine Personen verletzt werden. hochachtung vor dem Einsatzstab die alles organisieren müssen.

22.01.2016 14:53 Max Mustermann 1

das ist amerikanisches Eigentum und sollte umgehend nach Washington zurück geschickt werden