Ermittlungen zu Anschlägen Erneut Wohnungen in Freital durchsucht

Im Zuge der Ermittlungen zu Anschlägen auf Flüchtlinge und Unterstützer im Raum Freital sind acht Wohnungen von Beschuldigten durchsucht worden. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Dresden am Donnerstag mitteilte, wurden dabei am Mittwoch nicht zugelassene Pyrotechnik, Vermummungsgegenstände sowie Computer und Speichertechnik beschlagnahmt. An dem Einsatz waren insgesamt 63 Beamte des Operativen Abwehrzentrums und der Sondereinheit INES beteiligt.

Durchsuchungen bei NPD-Stadtrat

MDR-Informationen zufolge soll es auch bei NPD-Stadtrat Dirk Abraham Durchsuchungen gegeben haben. Insgesamt sieben Verdächtigen werden unter anderem Anschläge auf das Auto eines Stadtrats und das Büro der Linken in der Stadt vorgeworfen. Im Juli vergangenen Jahres war auf das Auto des Freitaler Stadtrats Michael Richter ein Sprengstoffanschlag verübt worden.

Die jüngsten Ermittlungen stehen laut Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit einer Razzia gegen eine militante Bürgerwehr von Anfang November 2015, bei der drei Männer und eine Frau festgenommen worden waren.

Im Februar 2016 war Anklage gegen fünf Beschuldigte wegen der Angriffe auf ein alternatives Wohnprojekt in Dresden und eine Asylbewerberunterkunft in Freital erhoben worden. Drei Beschuldigte sitzen in Untersuchungshaft. Eine Entscheidung des Amtsgerichts Dresden über die Eröffnung des Hauptverfahrens steht noch aus.

Zuletzt aktualisiert: 10. März 2016, 19:09 Uhr

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22 Kommentare

11.03.2016 18:47 Mediator an Morchelchen(20) 22

Liebes Morchelchen, Sie nehmen einfach die Notwendigkeit von Bürgerwehren an ohne sie begründen zu können. Es mag sein, dass es alle 3,5 Minuten einen Einbruch gibt, aber was bedeutet dies? Wenn nach und nach bei jedem Bundesbürger eingebrochen wird, dann wäre bei ihrer Zahl der letzte Bundesbürger nach ca. 500 Jahren an der Reihe. Dies deckt sich mit meiner Erfahrung, dass weder bei mir noch in meinem weiteren Familienumfeld je eingebrochen wurde. Ich fühle mich nicht wirklich von Kriminalität bedroht! Was ich bedrohlicher finde sind gewalttätige rechtslastige Typen, die nachts durch die Gegend stromern um Leute, die ihnen nicht ins Konzept passen zu schikanieren. Befreite Zonen nennt man so etwa in Ostdeutschland und dort wird dann auch schon mal ein Ausländer zu Tode gehetzt. Letztendlich handelt es sich um von Rechtsradikalen unterwanderte Gruppen, die mit fadenscheinigen Bedrohungslagen um die Gunst der Bürger werben. Ähnlich verfahren die „NAZI-Mamas“, die sich in der KITA engagi

11.03.2016 15:49 Wessi 21

@ 20 Morchelchen. Ich werde mich nicht fragen, warum es etwas gesetzeswidriges gibt.Wir leben in einem Rechtsstaat und das Gewaltmonopol liegt beim Staat.ich habe 00,00% Verständnis für Kriminelle. Und jeder Gesetzesverstoß ist eine kriminelle Handlung.Und wenn auch noch Verfassungsfeinde involviert sind, sind die Wehren eine Bedrohung für uns alle.Im Übrigen erlaube ich mir die Frage warum Sie uns anschreiben.Damit manifestieren Sie wieder solche Lügen, wie "Flüchtlinge sind kriminell".Am Schlimmsten sind rechte Terroristen, da sollten sich allerdings vielleicht linke Wehren gegen bilden.

11.03.2016 13:51 Morchelchen 20

Vielleicht sollten sich solche User wie Mediator oder Wessi fragen, wieso es überhaupt wieder Bürgerwehren gibt? Waren die denn vor 10 oder 15 Jahren ein Thema? Es ist hier mal wieder Ursache und Wirkung verwechselt worden, wie dies bei unseren Sozialromantikern häufig zu beobachten ist. Es wird in Deutschland lt. bestätigter Statistik aller 3,5 Minuten eingebrochen. Ab wann ist denn Ihrer Meinung nach, Mediator, eine Bürgerwehr "gerechtfertigt" - wenn jede Minute eingebrochen wird? Für mich ist es ein Unding, wenn der Staat den Schutz seiner Bürger nicht mehr gewährleisten kann, aber regelmäßig Abgaben einfordert. Was bleibt denn Menschen übrig als der Selbstschutz, wenn die in Gegenden leben, wo jede Woche Diebe unterwegs sind?

11.03.2016 11:52 Mediator an zuschauer(14) 19

Solche Bürgerwehren sind ein Angriff auf den Machtanspruch des Staates, den in der Regel wollen diese Menschen ja etwas erreichen, was sich nicht mit den demokratischen Freiheitsrechten in Deckung bringen lässt. Außer den Jedermannsrechten haben solche Gruppierungen keinerlei Sonderrechte. Somit dürften die meisten Aktionen solcher Gruppen, die über beobachten und melden hinausgehen, regelmäßig selbst Straftaten sein. Die Idee solcher Gruppen ist es ja ein wie auch immer definiertes <Gesindel> aus einem Bereich fernzuhalten. Dass dies natürlich letztendlich nur über Drohung, Nötigung und Gewalt funktioniert wird verschwiegen. Für ein Opfer wird es auch aussagetechnisch im juristischen Nachgang schwer, gegen eine Gruppe von Angreifern anzukommen. Letztendlich handelt es sich um nichts anderes, als die aus Ostdeutschland bekannten Versuche von Rechtsradikalen, sogenannte "befreite Zonen" zu schaffen. Diese versucht man nun auch dem Durchschnittsbürger schmackhaft zu machen.

11.03.2016 10:26 Schwarz-Rot-Gold 18

Es muss eine breite Diskussion in der Gesellschaft stattfinden. Welche Beweise braucht noch das Bundesverfassungsgericht, um die NPD zu verbieten? Ein Thema geht dabei immer wieder unter. Die geistige Brandstiftung, die die NPD durch deren Hass erzeugende Reden auf deren Demos führt zu Drohungen, Brandstiftungen und Körperverletzungen. Nunmehr steht die NPD unter Verdacht, mit dem Sprengstoffanschlag auf den Freitaler Stadtrat Michael Richter etwas zu tun zu haben.

11.03.2016 10:22 winfried 17

@11 ... Sie haben recht. Die Bürger sollten sich ihrer Macht bei Wahlen bewußt sein und wählen gehen. Wählen ja, aber ... richtig. --> P.S.: Auch die "GRÜNEN" waren mal neu und haben klein angefangen.

11.03.2016 10:12 Mediator an 1683-Wien (4) 16

Lieber User " xx Wien", alleine ihr für diesen Beitag gewählter Name zeigt doch eine gewisse Hysterie, noch ohne dass Sie ein Wort geschrieben haben. Was wollen Sie uns durch die Blume mit dem Hinweis auf die Belagerung Wiens durch die Türken mitteilen? Sicher nicht, dass Sie rational an das Problem herangehen.
Wenn Sie unsere Regierung schon als Regime bezeichnen, dann wäre es doch nur logisch, wenn Sie hier erläutern, welche Merkmale eines Regimes Sie konkret erfüllt sehen. Oder sind Sie nur ein Mensch der starken Worte, der letztendlich nur versucht unsere Regierung mit diesem Wort zu diskreditieren? Vermutlich sind Sie auch nur einer, der in der Flüchtlingspolitik mit der Regierung nicht übereinstimmt und sich sonst nicht um Politik kümmert. Dissens ist etwas völlig normales in der Politik. Kein Bürger stimmt zu 100% mit der Regieurngspolitik überein. Also hören Sie bitte auf sich wie ein bockiges Kind zu benehmen und von Widerstand zu schwaffeln!

11.03.2016 09:36 Ichich 15

Liebe @Hannelore, es heißt *pogrom*, nicht *progrom* ...da ist mancher Aktivist schon auf die Nase gefallen. Lieber @wessi, ich würde vorschlagen, daß Sie Anzeige erstatten, wg. der "Amtsanmaßung". "Wessi" ist Ihr "Klarname" ?

11.03.2016 07:54 zuschauer 14

Durch eine Bürgerwehr fühlt man sich nie sicher, nur ständig gegängelt und unter ständigen Verdacht gestellt! Warum sind die Rechten immer die ersten, wenn es um die Gründung solcher Wehren geht? Geht es um den Schutz der Allgemeinheit vor etwas oder eher darum, seine Gewaltphantasien gegenüber anderen in Realität umzusetzen zu können? Die AFD will solche Wehren fördern. Wie sind die Auswahlkriterien der Zugehörigen und wer sichert die Legitimität ihrer Taten ab?

10.03.2016 00:41 V2Knut 13

@3.: Als antifaschistische Superkämpferin (vor solchen Leuten habe ICH Angst!) sollten Sie wissen, daß das Wort "Progrom" im antifaschistischen Widerstandskampf nicht vorkommt. Es wird, wie auch von normal gebildeten Menschen wie mir, "Pogrom" (mit 6 Buchstaben) geschrieben!