Dresden : Gemäldegalerie Alte Meister bleibt bis Ostern zu
Eines der berühmtesten Dresdner Museen bleibt bis Ostern geschlossen: die Gemäldegalerie Alte Meister. Ein Sprecher der Staatlichen Kunstsammlungen sagte, der Semperbau am Zwinger werde renoviert. Bis Ostern werden demnach der Ostflügel geräumt und Säle und Kabinette im Westteil neu gestaltet. Im Ostteil beginnt die dringend notwendige Sanierung des Gebäudes aus dem 19. Jahrhundert, das zuletzt von 1989 bis 1992 rekonstruiert und modernisiert worden war. Die gesamten Arbeiten sollen etwa vier Jahre dauern.
Jedes Bild wird umgehängt
In der Gemäldegalerie müssen deshalb alle der wertvollen Werke umgehängt werden. Da weniger Platz ist, ändere "jedes Bild seinen Standort", erklärte der Sprecher. "Wir zeigen ab Ostern auf knapp der Hälfte der Fläche die Essenz der Sammlung." Von derzeit rund 700 Meisterwerken ist auf unbestimmte Zeit nur noch die Hälfte zu sehen - je nach Baufortschritt erst im West- und später im Ostflügel. Dafür müssen nicht nur Rubens, Rembrandt oder Tizian umziehen. Auch Raffaels "Die Sixtinische Madonna" wird die Bel Etage verlassen. Sie soll in ihrem neuen Rahmen wieder in den Gobelinsaal kommen. Dort im Erdgeschoss war sie im Sommer 2012 der Besuchermagnet - in der Ausstellung zum 500-jährigen Jubiläum ihrer Entstehung. Die Altartafel gilt in der Kunstwelt neben Leonardo da Vincis "Mona Lisa" im Pariser Louvre als das berühmteste Gemälde der Renaissance. Sie befindet sich seit Mitte des 18. Jahrhunderts in der Dresdner Gemäldesammlung und lockt jährlich Millionen Menschen an.
Alle Hightlights sollen gezeigt werden
Welches Bild wo genau der "Sixtinischen Madonna" in ihrem Übergangsquartier Gesellschaft leisten wird, muss nach Angaben des Sprechers noch ausprobiert werden. Fest steht aber schon, dass auch die bedeutendsten Werke niederländischer, italienischer, französischer und deutscher Meister wie Van Dyck, Vermeer, Corregio, Veronese, Poussin, Lorrain, Holbein oder Cranach gezeigt werden. "Die Highlights sind immer zu sehen", verspricht der Sprecher der Kunstsammlungen.
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