Weniger Steuereinnahmen : Sofortige Haushaltssperre für Dresden
Dresdens Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann hat eine Haushaltssperre verhängt. Wie Vorjohann am Dienstag mitteilte, werden mit sofortiger Wirkung 90 Prozent aller Ausgaben gesperrt. Ausgenommen sind die Mittel für soziale Leistungen und Investitionen. Laut Vorjohann sind die geplanten Investitionen in den Schul- und Kitabau weiterhin gesichert und haben höchste Priorität. Gespart werde in der Verwaltung.
Als Grund für die Maßnahme gab Vorjohann einen unerwarteten Einbruch bei den Gewerbesteuereinnahmen an. Den Angaben zufolge müssen zwei große Dresdener Unternehmen insgesamt rund 22,7 Millionen Euro weniger Steuern im laufenden Haushaltsjahr 2012 zahlen als bislang geschätzt. Die Namen der betreffenden Unternehmen nannte er nicht. Ursprünglich hatte die Stadt für 2012 mit einem Überschuss von sieben Millionen Euro gerechnet. Für das Jahr 2013 ist mit einem Rückgang von rund zehn Millionen Euro gegenüber bisherigen Schätzungen zu rechnen.
Nach Angaben der Stadt könne der Rückgang der Steuereinnahmen voraussichtlich erst im Haushaltsjahr 2014 durch Zahlungen aus dem kommunalen Finanzausgleich kompensiert werden. Der städtische Haushalt selbst verfüge über keinen finanziellen Puffer für unvorhergesehene Belastungen mehr.
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