Festival für Kammermusik eröffnet : Moritzburg Festival im Zeichen der Franzosen
Mit einem Konzert in der Gläsernen Manufaktur Dresden ist am Sonntag das internationale Moritzburg Festival eröffnet worden. Für den Auftakt des Festivals hatten sich 40 Studenten aus der ganzen Welt zu einem Ensemble vereint. Sie spielten unter der Leitung von Grant Llewellyn. Junge Musiker bilden traditionell das Festivalorchester. In diesem Jahr kommen sie unter anderem aus Spanien, Bulgarien, Ungarn, Taiwan und der Schweiz. Zudem werden etwa 20 gestandene internationale Künstler musizieren.
Französische Werke im Mittelpunkt
Das Festival widmet sich in diesem Jahr vor allem der Kammermusik französischer Komponisten. Neben Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und Johannes Brahms werden auch Stücke von Camille Saint-Saëns, Maurice Ravel, Cesar Franck, Gabriel Fauré, Darius Milhaud zu hören sein. Bis zum 19. August stehen knapp 20 Konzerte in Dresden, Moritzburg und Proschwitz auf dem Programm. Erstmals wird auch im Landgestüt Moritzburg musiziert. Dort findet am 11. August ein Familienkonzert mit dem Titel "Die Abenteuer des Ritters Don Quijote" statt. Am gleichen Tag laden die Veranstalter erstmals zu einem Jazzkonzert ein. Zudem wird am 12. August im Schloss Proschwitz bei Meißen ein Musik-Picknick veranstaltet. Das Abschluss-Konzert findet am 19. August in der Evangelischen Kirche in Moritzburg statt.
Als Ehrengäste werden die Komponisten Sofia Gubaidulina, Olli Mustonen und Jörg Widmann erwartet. Nach Angaben der Festivalleitung sind Mustonen und Widman auch als Musiker zu erleben. Zu den namhaften Gästen zählen Geigerin Baiba Skride, Cellist Alban Gerhardt, die Bratschisten David Aaron Carpenter und Lise Berthaud sowie die Pianistin Lise de la Salle.
Festival entstand nach einer Idee aus den USA
Das Festival wird seit 1993 veranstaltet. Zunächst fand es ausschließlich in Moritzburg statt, später auch in Dresden und anderen Orten. Die künstlerische Leitung liegt in den Händen des Cellisten Jan Vogler. Das Festival entstand nach der Idee des Marlboro-Festivals in den USA. Nach einer Probenwoche stellen die Teilnehmer die Ergebnisse ihrer Arbeit in Konzerten vor. Binnen kurzer Zeit spielte sich Moritzburg in die erste Reihe internationaler Kammermusikfestivals.
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