Digitalien Smartphone-App unterstützt Eltern Frühgeborener

Seit dem 1. Januar 2016 ist eine App zur Unterstützung von Eltern frühgeborener Kinder auf dem Markt. Mit der "Neo-App#Tagebuch" können Smartphone-Nutzer die Entwicklung ihres Kindes digital dokumentieren. Außerdem verfügt sie über hilfreiche Telefonnummern und Hinweise zur Versorgung der Frühgeborenen. Programmiert wurde die App durch die mehrfach ausgezeichnete Dresdner Firma akili:innovation, die sie in Zusammenarbeit mit der Uniklinik Dresden und der Deutsche Stiftung Kranke Neugeborene entwickelte.

App soll Eltern Sicherheit vermitteln

Die Idee stammt vom Psychologen der Neonatalogie Dr. Jörg Reichert. Er erklärt, Eltern frühgeborener Kinder fühlten sich während der stationären Versorgung und in der Anfangszeit zu Hause noch nicht ausreichend sicher. Die App solle ihnen helfen, das Verhalten ihres Kindes im Überblick zu behalten und so einen sichereren Umgang fördern.

Bereits im November ging die App in die Testphase. Eltern nahmen sie an und empfanden sie als Unterstützung. Nun ist das digitale Tagebuch zunächst kostenfrei zum Download verfügbar, auf Dauer will man versuchen, mit Hilfe von Sponsoren die kostenfreie Verfügung beizubehalten. Als mögliche Erweiterungen sehen die Entwickler Hinweise von Eltern für Eltern, Terminerinnerungen oder ein Glossar zur Erklärung medizinischer Fremdwörter.

Die Familie Richter mit ihren zu früh geborenen Zwillingen mit PD Dr. Jörg Richter
Die ostsächsische Familie Richter ist eine der ersten, die die Neo App nutzt - für ihre zu früh geborenen Zwillinge. Bildrechte: Uniklinikum Dresden/Felix Koopmann

Zuletzt aktualisiert: 04. Januar 2016, 15:32 Uhr

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2 Kommentare

06.01.2016 09:15 Natalie 2

@Frank: Ein blöderer Kommentar ist wohl kaum möglich! Es geht um Frühchen - wie viele Großeltern, Tanten und sonstige Familie haben wohl selbst Frühchen gehabt und können den Eltern mit ihren Erfahrungen helfen?
Wir haben ein Frühchen in der Familie und konnten die Ängste und Sorgen der Eltern verfolgen. Schade, für sie kommt die App zu spät. Trotzdem vielen Dank!

04.01.2016 18:13 Frank 1

Die Massenverblödung kennt keine Grenzen mehr. Für solche Sachen gibt es bei normalen Menschen die Großeltern, Tanten usw. einfach die Familie!