Chip-Tuning
Bildrechte: IMAGO

Neue Chips aus Dresden Arbeitsspeicher auf Energiediät

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Mit einem neuen Konzept wollen Dresdner Forscher den Energieverbrauch von Speicherchips deutlich senken. Nach Angaben des Helmholtz-Zentrums in Dresden-Rossendorf haben die Wissenschaftler in Zusammenarbeit mit Kollegen der Universität Basel die Grundlagen für eine neuartige Speicherarchitektur geschaffen.

Weniger Strom macht weniger Hitze

Die neuen Chips bestehen demnach aus einer hauchdünnen Schicht Chromoxid, die - wie die Füllung eines Sandwiches - zwischen zwei nanometerdünnen Elektroden aufgebracht wird. Dadurch, so die Forscher, könne der Stromverbrauch der sogenannten AF-MERAM-Prototypen deutlich reduziert werden. Anders als die bisher eingesetzten MRAM-Speicher, die relativ große Ströme benötigten, würden sie durch eine elektrische Spannung aktiviert.

Prototyp eines antiferromagnetischen magnetoelektrischen Speicherchips, der von Forschern aus Dresden und Basel entwickelt wurde
Bei dem Prototyp des AF-MERAM-Speicherchips wird eine hauchdünne Chromoxidschicht zwischen zwei Elektroden aufgebracht. Bildrechte: T. Kosub/HZDR

Die Wissenschaftler versprechen sich neben geringeren Energiekosten auch eine effizientere Kühlung der Chips. Laut Helmholtz-Zentrum gibt es aus der Industrie bereits großes Interesse an den neuen Bauteilen. Insbesondere Betreiber von großen Datenzentren hätten zunehmend Probleme, die entstehende Hitze der herkömmlichen Speicherchips abzuleiten. Einige Cloud-Betreiber gingen sogar dazu über, ihre Rechnerfarmen in kalten Regionen zu errichten.

Zuletzt aktualisiert: 03. Januar 2017, 12:33 Uhr

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