Polizeiautos mit Brandschäden nach einem Anschlag
Auf einem Parkplatz wurden drei Polizeiautos angesteckt. Bildrechte: MDR/Roland Halkasch

Zentrale Einheitsfeier Dresden Brandanschlag auf Polizeiautos

Polizeiautos mit Brandschäden nach einem Anschlag
Auf einem Parkplatz wurden drei Polizeiautos angesteckt. Bildrechte: MDR/Roland Halkasch

Unbekannte haben in Dresden am Rande der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit einen Brandanschlag auf Polizeiautos verübt. Wie die Polizei mitteilte, wurden auf einem Parkplatz im Stadtteil Albertstadt drei Autos zerstört. Sie seien nicht mehr einsatzfähig. Verletzt worden sei niemand. Der Sachschaden liege bei mehreren zehntausend Euro. Zwei Fahrzeuge gehören der sächsischen Polizei, eines der Landespolizei Sachsen-Anhalt.

Ermittler: Politisches Motiv wahrscheinlich

Beschädigtes Polizeiauto nach Brandanschlag
Drei Einsatzwagen der Polizei wurden bei dem Brandanschlag so schwer beschädigt, dass sie nicht mehr nutzbar sind. Bildrechte: MDR/Roland Halkasch

Die Ermittler gehen von einer politisch motivierten Tat aus. Ein Bekennerschreiben liege bislang aber nicht vor. Zudem prüft die Polizei, ob es einen Zusammenhang zu Graffitis gibt, die in der Nähe kurz nach dem Anschlag von Unbekannten an Hauswände gesprüht wurden. Darunter befindet sich auch der Schriftzug "Ganz Dresden hasst die Polizei". Beamte konnten einen 20 Jahre alten Dresdner vorläufig festnehmen. Er steht unter dem Verdacht der Sachbeschädigung.

Noch bis Montag richtet Dresden die zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit aus. Seit Samstag präsentieren sich dort sich Institutionen, Länder und Künstler. Die Feiern finden unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt. Am vergangenen Montag hatte es in der sächsischen Landeshauptstadt zwei Sprengstoffanschläge gegeben, darunter einen auf einer Moschee, in der sich der Imam und dessen Familie aufhielten.

Zuletzt aktualisiert: 02. Oktober 2016, 09:53 Uhr

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73 Kommentare

04.10.2016 07:47 Gerd 73

Eine Polizei die nicht einschreitet wenn Repräsentanten unserer Regierung beleidigt werden eine Polizei die diesem Mob viel Erfolg wünscht hat die falsche Uniformfarbe braun wäre hier wohl eher angebracht

03.10.2016 11:55 Mustermann 72

Stimmt mich nachdenklich, wenn die Polizei nicht einmal auf ihr "Handwerkszeug" aufpassen kann, wie soll sie dann die Rechte usw. der Bürger beschützen?

Wie kann die Polizei - unter den gegebenen Umständen - einfach die Fahrzeuge unbewacht o.d.g. abstellen? Privat könnte ich es mir nicht leisten so fahrlässig mit meinem Eigentum umzugehen. Und meine Versicherung würde mir sicherlich zahlreiche nachvollziehbare Gründe entgegenhalten, hier den Schaden zu übernehmen. Aber es handelt sich bei den Fahrzeugen ja "nur" um verbrannte Steuergelder...

P.S. Ich verachte jegliche Art der Zerstörung von Sachwerten!

02.10.2016 23:03 Uwe Werner 71

Gebe Kommentar 40 und anderen vollkommen Recht:
Terror bleibt Terror - und diesen gilt es zu bekämpfen. Wer Gewalt anwendet, auch "gewaltfrei" hat nichts in unserer Gesellschaft zu suchen.

02.10.2016 19:06 firefighter 70

Und schon sind sie da, die Kommentatoren & Relativierer, die bei Brandanschlägen gegen Flüchtlingsheime und jedem potentiellen Hinweis auf Rechtsextreme " ungerechtfertigte Vorverurteilung" rufen und mahnend den Zeigefinger heben und JETZT nichts Besseres zu tun haben, als selbst in die gleiche Kerbe zu schlagen, indem Sie sofort mit dem Finger auf die "Linken" zeigen. Oder noch schlimmer, rechtsextreme Straftaten mit linksextremen Straftaten aufwiegen. JEDE extremistische Straftat - ganz gleich aus welchem Lager sie kommt und in welcher politischen oder religiösen Überzeugung sie entspringt - IST und BLEIBT eine Straftat, die allgemeinschädlich ist. Es gibt keine "guten" extremistischen Straftaten, nicht von rechts, nicht von links. Die sind in beiden Fällen schlicht zu ÄCHTEN.

Ich hoffe, der oder die Täter werden ermittelt und kriegen neben der Anklage wegen Brandstiftung u. a. auch noch die zivilrechtlichen Konsequenzen hinterher.

02.10.2016 18:34 Nachfrager 69

@1 Nikolaus - Warum eigentlich nicht StGB § 305a Abs 1, 3. - Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel?

02.10.2016 18:25 Frank 68

@Striesen-Elbe. Kurz und bündig den Nagel auf den Kopf getroffen. Meine volle Zustimmung!

02.10.2016 18:07 Rainer 67

02.10.2016 15:34 Maik
[...] Finden Sie Ihren Beitrag nicht selbst dämlich oder fehlt es an der Intelligenz um dies festzustellen?
[Löschung eines Satzes aus rechtl. Gründen - MDR.DE_Red.]

02.10.2016 17:51 johannes guenther 66

Ich mag Kommentar 40. Wenn in allen Foren Unterstellungen und Lügen sofort entfernt würden, bliebe oft nicht viel Text übrig.

02.10.2016 17:34 Terror bleibt Terror, 65

egal, ob von rechts oder links. Da gibt es nichts schönzureden.
Politisch motivierte Straftaten, egal aus welcher Ecke sind als extremistisch bzw. terroristisch zu bewerten und zu ahnden.
Da ist es egal, ob die Täter braun oder rot lackiert sind.

02.10.2016 17:27 Bernd, ich stimme Ihnen von ganzem Herzen zu 64

mehr kann man dazu nicht mehr sagen.
Weder alle Ostdeutschen, noch Senioren und auch nicht die Polizeibeamten dürfen zu Prügelknaben der Nation gamcht werden. Waren doch gerade sie es, die den politischen Kontrollverlust abgefedert haben.
Ich ziehe jedenfalls meinen Hut vor der Arbeit.
Und ich bin keine Einzelperson mit meiner Ansicht.