Dresden : Vergebliche Proteste gegen Abschiebung eines Kurden
Rund 60 Menschen haben in Dresden gegen die Abschiebung eines 27-jährigen Kurden in die Türkei protestiert. Sie versammelten sich am Montagmorgen vor der Justizvollzugsanstalt und blockierten die Zufahrt, um den Transport zum Flughafen zu verhindern. Ein Polizeisprecher sagte: "Wir mussten die Demonstranten von der Straße tragen." Daraufhin habe die Bundespolizei den 27-Jährigen wie geplant zum Flughafen gebracht.
Hilfsorganisation: Mann drohen in der Türkei Repressalien
Stefan Stein vom Netzwerk Asyl Migration Flucht, das zu den Protesten aufgerufen hatte, erklärte, der Mann werde in der Türkei politisch verfolgt. Die Behörden sollen ihm Verbindungen zur kurdischen Untergrundorganisation PKK unterstellen.
Ein Asylantrag des Flüchtlings war 2009 abgelehnt worden. Die Abschiebung habe bisher nicht erfolgen können, weil der Mann sich rechtlich wehrte, hieß es. Ein letzter Versuch, per Eilantrag den Vollzug der Abschiebung zu stoppen, sei am Freitag aber fehlgeschlagen.
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