Region Dresden

Razzia : Polizei stellt rechtsextremistisches Propagandamaterial sicher

Polizeibeamte haben am Donnerstag bei ihrer Razzia in vier Bundesländern rechtsextremistisches Propagandamaterial und Computertechnik sichergestellt. Wie das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen am Freitag mitteilte, wurden bei Durchsuchungen von insgesamt 44 Wohnungen in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg zudem mehr als 250 Fackeln und weiße Masken, Schlagringe sowie pyrotechnische Artikel gefunden.

Ermittlungen gegen 41 Personen

Das Polizei-Handout zeigt von der Polizei in Dresden am Donnerstag (12.01.2012) sichergestelltes Material.
Propagandamaterial und Masken hat die Polizei beschlagnahmt.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 41 mutmaßliche Teilnehmer eines nicht angemeldeten Nazi-Fackelmarschs im sächsischen Stolpen. Ihnen wird ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz vorgeworfen. Sie müssten sich unter anderem wegen Verstoßes gegen das Vermummungsverbot sowie wegen des Mitführens von Waffen verantworten, hieß es.

Die gefundenen Fackeln und Masken stimmen mit den verwendeten Gegenständen des Stolpener Fackelzugs überein, teilte das LKA weiter mit.

Marsch durch Stolpen in der Sächsischen Schweiz

Bilder vom SACHSENSPIEGEL-Zeppelin
Durch die Kleinstadt Stolpen zogen im September vermummte Neonazis.

Bei Dunkelheit waren am 30. September mehrere Hundert vermummte Rechtsextreme durch die Innenstadt von Stolpen gezogen. Seit längerer Zeit kommt es in sächsischen Städten und in anderen Teilen Deutschlands zu solch unangemeldeten Aufmärschen.

Dabei treten die Rechtsextremisten kurzfristig in den Abend- und Nachtstunden auf und tragen schwarze Kleidung sowie weiße Gesichtsmasken. Viele Teilnehmer haben Fackeln dabei. Der Stolpener Marsch stand unter dem Motto "Werde unsterblich".

Zuletzt aktualisiert: 13. Januar 2012, 17:51 Uhr

1. Heinz Faßbender:
Das hat ja lange gedauert. Offentsichtlich war die die Durchsuchung eine kleine Showeinlage für die Öffentlichkeit um Aktivität vorzutäuschen. Der sächsischen Staatsanwaltschaft und dem LKA-Sachsen - politische Weisungsempfänger - traue ich einen echten Aufklärungswillen nicht zu. Die hauen lieber auf die anderen politische Seite drauf.
14.01.2012
13:02 Uhr

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