Region Dresden

Pferdesport : Vorstand des Dresdener Rennvereins gibt auf

Der Vorstand des Dresdener Rennvereins ist zurückgetreten. Das bestätigte Vereins-Präsident Matthias Stier MDR 1 RADIO SACHSEN. Grund für den Rücktritt seien die Kosten für die Sanierung der denkmalgeschützten Holztribüne, die die wirtschaftliche Kraft des Vereins überstiegen. Allein in den Brandschutz müsse eine sechsstellige Summe investiert werden, sagte Stier. Dafür gebe es kein Geld. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 29. Januar soll über die Zukunft des Vereins beraten werden.

Tribüne seit 2012 im Visier der Behörden

Hölzerne Tribüne der Dresdner Rennbahn
Wird es auch 2013 wieder Galopprennen in Dresden geben? Der Verein hat sieben Veranstaltungen geplant.

Im Sommer 2012 war die denkmalgeschützte Tribüne aus Gründen des Brandschutzes und der Statik vorübergehend gesperrt worden. Das Bauaufsichtsamt der Landeshauptstadt hatte später die Durchführung der letzten Renntage der vergangenen Saison unter Auflagen und mit einer beschränkten Besucherzahl gestattet. Der Verein hat nach eigenen Angaben in diesem Jahr sieben Renntage geplant, den ersten am 4. Mai. Diese müssten wiederum vom Dresdner Bauaufsichtsamt genehmigt werden. Die Geschäftsführung des Vereins teilte am Dienstag mit, dass die Rennen vorerst nicht abgesagt werden.

Bereits seit 1890 gibt es auf der Seidnitzer Pferderennbahn Galoppveranstaltungen. Jährlich kommen mehr als 60.000 Besucher zu den Pferderennen in der parkähnlichen Anlage, darunter viele Stammgäste aus Wirtschaft, Politik und Sport.

Rennverein Dresden
SACHSENSPIEGEL

Dresdner Rennbahn vor dem Aus?

Steht die Dresdner Pferderennbahn vor dem Aus? Es gibt zahlreiche Probleme auf dem Gelände, z.B. eine marode Holztribüne. Der Rennverein-Vorstand will nun geschlossen zurücktreten.

15.01.2013, 19:00 Uhr | 02:03 min

Zuletzt aktualisiert: 15. Januar 2013, 22:20 Uhr

1. R. Schneider:
Wenn die Stammgäste aus Wirtschaft, Politik und Sport so eine Notwendigkeit an der Anlage sehen, warum verlangt man dann nicht einfach zusätzlich zur Eintrittskarte dieses Jahr eine Sanierungsunkostenbeitrag von 10 Euro pro Gast. Ich glaube kaum, dass die meisten Gäste diese Beitrag überhaupt im Portemonnaie spüren und man hätte sofort 600.000 Euro für den Brandschutz zur Verfügung.
15.01.2013
15:34 Uhr

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