Eine Studentin arbeitet an einer Probe vom Gehirn einer Maus
Ein Forschungsprojekt der TU Dresden: Mit regenerativen Therapien das menschliche Leben verlängern. Bildrechte: dpa

Exzellenzstrategie Unis in Dresden und Leipzig hoffen auf Fördergelder in Millionenhöhe

Die TU Dresden und die Uni Leipzig sind in die letzte Runde des Exzellenz-Forschungs-Wettbewerbs gekommen. Wenn die Unis das Finale erfolgreich bestehen, bedeutet das viele Millionen Euro Fördergelder für die Forschungslandschaft in Sachsen.

von Thomas Matsche, MDR AKTUELL

Eine Studentin arbeitet an einer Probe vom Gehirn einer Maus
Ein Forschungsprojekt der TU Dresden: Mit regenerativen Therapien das menschliche Leben verlängern. Bildrechte: dpa

Überglücklich blickt Professor Hans Müller-Steinhagen, Rektor der TU Dresden, in die Gesichter der geladenen Journalisten. Schwärmerisch verkündet er, dass es sechs Forschungsprojekte seiner Universität ins Finale der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern geschafft haben. Zwei Jahre hätten die Wissenschaftler für das Weiterkommen in diese Vorauswahl gearbeitet.

Nun dürfen die Forscher bis Anfang 2018 ausführliche Vollanträge stellen. Und falls alle sechs Projekte dann angenommen werden, gäbe es für die TU Dresden von Bund und Land insgesamt rund 50 Millionen Euro pro Jahr – und das für die kommenden sieben Jahre, erklärt Müller-Steinhagen. Was aber noch wichtiger sei: "Unsere Attraktivität steigt national und international. Und das lockt natürlich wieder die besten WissenschaftlerInnen, aber auch Studierende nach Dresden."

Um diese Forschungen geht es

Mit im Rennen sind Forschungsprojekte zum Beispiel aus der Biomedizin oder Mikroelektronik. Unter anderem gehen Wissenschaftler der Frage nach, wie es gelingen könnte, dass sich menschliche Zellen immer wieder erneuern. Dafür beobachten die Forscher Tiere, die das schaffen. Dieses Wissen wollen die Forscher auf den Menschen übertragen.

In einem anderen Projekt suchen Wissenschaftler nach Wegen, wie Mensch und Maschine einfacher zusammenarbeiten können. Das Ziel soll sein, dass beide von einander lernen. Technische Geräte sollen sich so noch besser über Sprache oder Gesten steuern lassen.

Auch die Universität Leipzig hat ein Forschungsprojekt in der Endrunde. Die Wissenschaftler dort beschäftigen sich mit der Adipositas, also der Fettleibigkeit.

Gute Chancen für Dresden

Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange sagt: Wenn nun sieben sächsische Forschungsprojekte in der Vorauswahl überzeugt hätten, zeige das, wie leistungsstark die Wissenschaft hierzulande sei. Das sei gelungen weil die Universitäten ihre Spezialbereiche entwickelt hätten und weil die Landesregierung die Unis auch in schwierigen Zeiten unterstützt habe. "Als die TU Dresden Exzellenz-Universität geworden ist, wurde sie zum Beispiel beim Stellenabbau ausgenommen." Außerdem habe es mehr Geld für Forschung und Baumaßnahmen gegeben.

Bereits seit 2012 darf sich die TU Dresden Exzellenz-Universität nennen. Diesen Titel muss sie jetzt aber wieder verteidigen: Mindestens zwei dieser sechs Forschungsprojekte müssen erfolgreich sein. Die Konkurrenz ist hart. 88 Projekte aus ganz Deutschland haben es ins Finale geschafft, 50 erhalten am Ende eine Exzellenz-Förderung. Die Chancen für Dresden und Leipzig stehen also ganz gut, in einem Jahr zu Gewinner-Universitäten zu gehören.

Über dieses Thema berichtet MDR AKTUELL auch im: Radio | 30.09.2017 | 05:48 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. September 2017, 11:59 Uhr

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