Region Dresden

Unterbrechung : Sachsenmilch-Prozess vorerst abgesagt

Der Schadenersatzprozess um die Blockade der Großmolkerei in Leppersdorf vor dreieinhalb Jahren wird vorerst nicht fortgesetzt. Wie das Landgericht Bautzen mitteilte, wurde die für Dienstag angesetzte Verhandlung wegen Erkrankung des Vorsitzenden Richters abgesagt. Ein neuer Termin stehe noch nicht fest.

Streit um Schadenhöhe von angeblich 600.000 Euro

Demonstranten stehen mit Transparenten vor dem Werk der Sachsenmilch AG bei Leppersdorf
Den Milchbauern, die die Leppersdorfer Molkerei blockiert hatten, drohen Schadenersatzforderungen.

Das Oberlandesgericht Dresden hatte 2010 entschieden, dass der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter, der Landesbauernverband Brandenburg sowie weitere Beteiligte Schadenersatz zahlen müssen. Die Höhe blieb offen. Einem Gutachten zufolge soll es um 600.000 Euro gehen. Die Beklagten bezweifeln dies aber.

Milchbauern hatten die zum Müller-Milch-Konzern gehörende Sachsenmilch-Molkerei in Leppersdorf 2008 tagelang blockiert, um höhere Milchpreise durchzusetzen. Sachsenmilch begründet die Forderung mit Produktionsausfällen.

Zuletzt aktualisiert: 20. Februar 2012, 13:18 Uhr

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