Wissenschaftler stellen beim sogenannten Science Match in Dresden ihre Forschungsprojekte vor.
Bildrechte: MDR/Lucas Görlach

Wenig Zeit, viel zu sagen Speed-Dating für Wissenschaftler

Kann man komplexe wissenschaftliche Themen in nur drei Minuten erklären? Genau das haben Wissenschaftler am Donnerstag in Dresden versucht. Beim "Science-Match" stellten 100 Spitzenforscher ihre aktuellen Projekte vor.

Wissenschaftler stellen beim sogenannten Science Match in Dresden ihre Forschungsprojekte vor.
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Die Bandbreite unterschiedlicher Forschungsbereiche war riesig beim "Science-Match - Future Technologies". Der Name war Programm: es ging um zukunftsweisende Technologien. Von nachhaltiger Energiegewinnung, über innovative Ansätze in der Medizinforschung, bis hin zu modernster Mikroelektronik. Hunderte sächsische Wissenschaftler waren zusammengekommen, egal ob aus Hochschulen, Instituten oder von Privatunternehmen. Das Ziel: Vernetzung.

Ziel ist, die vielen ideenreichen Köpfe, die in einer Region an verwandten Themen arbeiten, einander bekannt zu machen und in einen Austausch zu bringen.

Sebastian Turner, Organisator
Wissenschaftler stellen beim sogenannten Science Match in Dresden ihre Forschungsprojekte vor.
Die Uhr läuft. Drei Minuten haben die Wissenschaftler Zeit für ihre Vorträge. Bildrechte: MDR/Lucas Görlach

Die Regeln dafür waren einfach: Jeder der 100 Vortragenden hatte genau drei Minuten Zeit, sein aktuelles Projekt vorzustellen. Nach zwei Minuten und 30 Sekunden ertönte ein erstes warnendes Räuspern aus den Lautsprechern im Vortragssaal. War die Zeit abgelaufen, wurde der Vortrag unterbrochen.

Etwa 25 Vorträge waren in vier Blöcken zusammengefasst. Zwischen den Blöcken gab es Gelegenheit für Interessierte und auch für potenzielle Geldgeber auf Tuchfühlung zu gehen, mit den Vortragenden, oder auch untereinander.

Ich hatte jetzt einige Leute, die tatsächlich auch gekommen sind hinterher und mich darauf angesprochen haben. Von Studenten, die interessiert waren an der Forschung, bis hin zu Leuten, die auch interessiert wären vielleicht zu investieren.

Frank Buchholz, TU Dresden

Organisiert wurde der Forscherkongress vom Freistaat Sachsen, gemeinsam mit dem Tagesspiegel. Zuvor hatte man ein ähnliches Format schon in Berlin getestet. Dort ging es allerdings um das Thema der digitalen Zukunft. Laut Tagesspiegel-Herausgeber Sebastian Turner wollte man sich in Sachsen allerdings auf andere Technologien konzentrieren.

Wie viele der vorgestellten Projekten tatsächlich neue Kooperationspartner gefunden haben, lässt sich noch nicht sagen.

Über dieses Thema berichtete MDR SACHSEN in Radio und Fernsehen MDR 1 RADIO SACHSEN | 26.01.2017 | 18:20 Uhr
MDR SACHSENSPIEGEL | 26.01.2017 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. Januar 2017, 08:46 Uhr

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