Region Dresden

Protest gegen Stellenstreichungen : Servicemitarbeiter an Elblandkliniken erneut im Streik

Etwa 50 Mitarbeiter der Elblandkliniken in Meißen, Radebeul und Riesa haben am Dienstag erneut gestreikt. Wie die Gewerkschaft ver.di mitteilte, handelte es sich um Beschäftigte aus dem Servicebereich. Grund für die Aktion sei der geplante Abbau von 50 Stellen beim Catering, sagte Gewerkschaftssekretär Bernd Becker MDR 1 RADIO SACHSEN. Trotz laufender Gespräche über eine soziale Abfederung habe die Geschäftsleitung die Kündigungen bereits für diesen Monat vorbereitet.

Kundgebung in Lichtenwalde

Eingangsschild der Elblanklinik in Radebeul
An den Elblandkliniken wird erneut gestreikt.

Die Mitarbeiter aus den Bereichen Küche und Technik waren aufgerufen, an den drei Klinikstandorten in Riesa, Meißen und Radebeul zwischen 5.30 und 16.00 Uhr die Arbeit niederzulegen. Am Vormittag gab es zudem eine Kundgebung in Lichtenwalde. Die Speisenversorgung ist nach Angaben der Klinik dennoch sichergestellt.

Hintergrund der Aktion waren die geplanten Umstrukturierungen und Kündigungen bei der Wirtschaftsgesellschaft Elblandkliniken mbH und der Service Elbland GmbH. 2008 wurden die drei bestreikten Kliniken und das Krankenhaus Großenhain zusammengeschlossen. Nach Ansicht der Geschäftsleitung gibt es dadurch einen Überschuss an Service-Mitarbeitern. Die Klinikleitung wies zugleich die von ver.di geforderten Abfindungen als "zu hoch" zurück. Bereits vor gut zwei Wochen hatten die Service-Mitarbeiter gegen die Stellenstreichungen gestreikt. Im November hatten außerdem die Ärzte bei einem eintägigen Warnstreik gegen die Nullrunde im Haustarifvertrag protestiert.

Zuletzt aktualisiert: 24. Januar 2012, 17:43 Uhr

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