Touristenattraktion : Weißeritztalbahn dampft 2014 wieder bis Kipsdorf
Dem kompletten Wiederaufbau der historischen Schmalspurbahn im Weißeritztal bei Dresden steht nichts mehr im Wege. Das sächsische Kabinett gab am Dienstag grünes Licht für den Abschluss eines entsprechenden Vertrags zwischen dem Wirtschaftsministerium und dem Betreiber, der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft. Er regelt die Finanzierung der Planungs- und Bauleistungen für den letzten rund elf Kilometer langen Abschnitt.
Zwölf Jahre nach der Flut wieder bis Kipsdorf
Wirtschaftsminister Sven Morlok erklärte, der Freistaat werde für den Wiederaufbau der zerstörten Gleise zwischen Dippoldiswalde und Kipsdorf 15,2 Millionen Euro bereitstellen. 2014 solle die Weißeritztalbahn wieder durchgängig rollen. Die älteste Schmalspurbahn Deutschlands hatte 1883 ihren Betrieb aufgenommen. Bei der Hochwasserkatastrophe im August 2002 wurde die 26 Kilometer lange Strecke von Freital-Hainsberg nach Kipsdorf schwer beschädigt, der Betrieb mit den historischen Dampfloks musste komplett eingestellt werden.
Bauverzögerungen wegen gestiegener Kosten
Nach dem Beschluss zum Wiederaufbau des Technischen Denkmals wurde zunächst der 15 Kilometer lange Abschnitt zwischen Freital und Dippoldiswalde mit Bundes- und Landesmitteln erneuert. Hier fahren seit Dezember 2008 wieder Züge. Allerdings kostete der erste Bauabschnitt aufgrund verdeckter Schäden und gestiegener Materialkosten etwa vier Millionen Euro mehr als geplant. Das Wirtschaftsministerium hatte daraufhin 2009 die Gelder für den Wiederaufbau des zweiten Streckenteils gestoppt, um einen möglichen weiteren Mehraufwand zu klären.
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