Fußball | 2. Bundesliga : Dynamo zu stark für Fürth
20. Spieltag
Am Freitag hat sich Dynamo Dresden den fünften Heimsieg der Saison gesichert. Defensiv stark und mit viel Offensivdrang hat die SGD den Favoriten aus Fürth verdient besiegt. Paderborn ist nun nach dem Sieg über Union Berlin punktgleich mit Tabellenführer Düsseldorf. Duisburg unterlag zu Hause dem FSV Frankfurt. Am Sonntag tritt Erzgebirge Aue in Karlsruhe an.
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Loose stellte sein Team überraschend offensiv auf. Koch vertrat Kapitän Christian Fiél und sorgte gleich zu Beginn für Jubel im Stadionrund. Er verwertete einen 50-Meter-Pass von Brégerie zum 1:0 (5.). Gefühlvoll hob er den Ball per Direktabnahme aus 16 Metern über den Fürther Keeper. Die Franken konnten sich in der gesamten ersten Hälfte keine Torchance erarbeiten. Zwar hatten die Gäste mehr Ballbesitz, aber Dynamo verteidigte stark und lauerte ständig auf Konter. Immer wieder waren es vor allem die Spitzen Dedic und Poté, die den schnellen Weg zum Tor suchten. Allein weitere Torchancen waren selten. Brégerie köpfte zweimal aus guter Position (28., 38.), allerdings fehlten Druck und Präzision.
Dynamo stark, Fürth überfordert
Nach dem Wechsel machten die Dresdner konzentriert weiter und wurden abermals belohnt. Poté netzte aus 14 Metern in die linke untere Ecke des Gästegehäuses ein (53.) - sein neunter Saisontreffer. Koch hatte das Tor zentral für den erfolgreichsten Dynamo-Stürmer aufgelegt. Die völlig passiven Fürther kamen danach durch den eingewechselten Sararer zum Anschluss. Seine verunglückte Flanke von der rechten Seite, senkte sich über Hesl ins Tor (62.). Kurz drohte der Spielverlauf zu kippen, doch Dedic hatte etwas dagegen. Nach einem Sololauf über die rechte Seite konnte der Stürmer im Nachschuss den dritten Dynamo-Treffer erzielen (74.). In der 79. Minute dann noch ein Aufreger: Solga sollte absichtlich eine Flanke mit dem Arm gestoppt haben. Beim Strafstoß hielt Hesl den ersten Schuss, der in diesem Spiel gezielt auf seinen Kasten kam (79.). Danach passierte auf beiden Seiten nicht mehr viel.
Die Trainer zum Spiel
Ralf Loose (Dresden): "Meine Mannschaft hat das umgesetzt was ich von ihr verlangt habe. Sie war von der ersten Minute an präsent und das Glück des Tüchtigen war auch auf unserer Seite, da uns mit der ersten Chance die Führung gelungen ist. In der Pause habe ich gefordert, das 2:0 nachzulegen. Bis zum 3:1 mussten wir dann aber noch zittern. Mit dem Sieg und dem gehaltenen Elfmeter hat sich das Team hervorragend präsentiert."
Mike Büskens (Fürth): "Dynamo hat von Anfang an ein engagiertes Spiel gezeigt und ist uns aggressiv entgegengetreten. Wir haben viel zu passiv agiert und den Dresdnern Tür und Tor geöffnet. Sie haben diese Angebote natürlich dankend angenommen."
Paderborn zieht mit Tabellenführer gleich
Auch auf den anderen Plätzen waren die Punkte am Freitagabend heiß umkämpft. Beim 3:2 in Paderborn glich Union die frühe Führung der Platzherren durch Mattuschka schnell aus. Nach zwei weiteren Gegentreffern stellte Silvio den Anschluss für die Hauptstädter her. Doch mit der Gelb-Roten Karte für Mattuschka wurden Chancen zum Ausgleichstor zur Mangelware.
Beim 1:2 in Duisburg ging der FSV Frankfurt unter Neu-Trainer Benno Möhlmann in Front. Die Führung durch Micanski konnte Sukalo für die "Zebras" noch ausgleichen. Doch als der Bulgare erneut traf, waren die Bemühungen des MSV vergebens.
Aue mit Sturm-Neuzugang beim KSC
Der FC Erzgebirge Aue startet am Sonntag beim Karlsruher SC. Ähnlich wie in Dresden ist auch im Erzgebirge der schnelle Klassenverbleib das Ziel. "Wir benötigen noch 21 Punkte, müssen also sieben von fünfzehn Spielen gewinnen", rechnet Trainer Rico Schmitt vor.
Mithelfen soll dabei der frühere Dynamo-Liebling und jetzige Auer Halil Savran, der aus der Hauptstadt Berlin (von Union) ins kleine Aue wechselte. Savran bildet mit Ronny König die neue Doppelspitze. "Das Torverhältnis spricht mit 16:31 für sich. Wir müssen mehr Coolness und Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor zeigen und hinten besser dicht machen", fordert Schmitt. Zum Auftakt plagen Aue gleich Sorgen. Innenverteidiger Thomas Paulus fehlt wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel.

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