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Fußball | 2. Bundesliga : Dynamo akzeptiert "halbes Geisterspiel"

Dynamo Dresden hat das Urteil des DFB-Sportgerichts akzeptiert und wird sein erstes Heimspiel der kommenden Zweitliga-Saison definitiv vor halbleeren Rängen bestreiten. Betroffen ist die Partie am 12. August gegen 1860 München. Ins Dynamo-Stadion dürfen demnach nur 16.000 Zuschauer, darunter 3.000 Münchner.

"Das Urteil ist sehr hart, aber wir akzeptieren es", sagte Geschäftsführer Christian Müller am Freitag. Dabei hätte es sogar noch schlimmer kommen können, denn der DFB-Kontrollausschuss hatte sogar nur 10.000 plus 3.000 Zuschauer zulassen wollen. Die Geldstrafe von 20.000 Euro ist aber trotzdem fällig. Der finanzielle Schaden für Dynamo liegt nach Angaben von Müller aber zwischen 250.000 und 300.000 Euro. "Der Rufschaden ist da noch nicht mitgerechnet", sagte der Geschäftsführer und fügte kritisch an: "Das Urteil ist nicht zielführend, es löst das eigentliche Problem nicht."

Harte Strafen auch für die Konkurrenz

Bestraft wurden zwei Vorkommnisse: Im März gegen 1860 München war der Schiri-Assistent mit teilweise gefüllten Plastebechern beworfen worden. Im Mai hatten Dynamo-Fans beim FSV Frankfurt die Einlasskontrolle gestürmt und waren nach dem Schlusspfiff über die Zäune in den Innenraum vorgedrungen. Zudem wurden Werbebanden beschädigt und Feuerwerkskörper gezündet. Dass Dynamo die Strafe akzeptiert, wird in Fankreisen erfahrungsgemäß Proteste hervorrufen. Befeuert wird das dadurch, dass die ebenfalls hart bestraften Vereine Fortuna Düsseldorf (Geister-Heimspiel gegen Mönchengladbach), 1. FC Köln und Hertha BSC (jeweils nur 20.000 Zuschauer gegen Sandhausen bzw. Paderborn) gegen ihre Urteile angehen wollen.

Zuletzt aktualisiert: 29. Juni 2012, 22:38 Uhr

11. Rainer Unfug:
Die Ultras stehen bis zum letzten zu Ihrem Verein, im Gegensatz zu einigen anderen hier. Fakt 1 Im Jahr 2000 waren im Dynamo Stadion nicht einmal mehr 3000 Fans, heute sind es wieder 24000 im Schnitt. Warum sollen sich diese 3000 von den anderen 21000 sagen lassen, was gut und was schlecht für den Verein ist. Waren 21000 in schlechten Zeiten doch gar nicht da, um Ihren Verein zu unterstützen. Fakt 2, ohne die UD und einige andere, wäre Dynamo 2002 abgewickelt wurden. Es waren diese Fangruppierung ,die es geschaft haben 1 Million Euro aufzubringen (Lizensauflage). Desweiteren, so den Aufstieg in die damalige Regionalliga sicherten. Diese Armen Schweine treiben den Verein auch nicht in den Ruin, sondern sie treiben ihn an. Was die Rückbennung zur SGD zur Folge hatte. Erkundigt euch mal! Sie Setzen Ihre persönlichen Belange, hinter die Interessen Ihrer Bewegung und bringen so ein ganzen Block dazu, alles für ein Ziel zugeben. Anstatt immer nur mit dem Finger auf andere zu zeigen.
01.07.2012
18:24 Uhr
10. Seaking Hodi:
Normalerweise wäre es gut, dass der MDR alle konstruktiven Kommentare von allen Kommentatoren archiviert und dem DFB vorlegt. Dann könnte der DFB daraus Lösungsansätze für sich gewinnen(vorausgesetzt man ist an der Meinung des Einzelnen interessiert)und so schneller und zielgerichteter zu einem Endergebnis kommen. Manchmal habe ich jedoch eher das Gefühl, man möchte den schwarzen Peter von dem Einen zum Anderen schieben und alles so lassen wie es ist, sozusagen mit dem geringeren Übel leben. Dadurch würde für mich allerdings wieder der Eindruck erweckt, unliebsame Vereine gezielt abzustrafen. Das wiederum führt dazu, bewusst durch die Medien Feindbilder von Traditionsvereine zu schaffen. Das erlebe ich zur Zeit in Bayern wo ich derzeit wohne. Ich antworte auf die Frage: Für welchen Verein bist du ? und schon wird man als friedlicher Sportsmann mit Chaoten gleichgesetzt. Man sieht also wie Medien auch hier ihren Beitrag dazu leisten, Unruhe zu verbreiten und Vorurteile zu schüren.
01.07.2012
14:37 Uhr
9. matt0taupa:
@christoph: "...Ultras sind ziemlich arme Menschen..." mh, nicht mal der dfb oder der verein macht die ultras direkt verantwortlich und tritt an diese heran. aber sie scheinen mehr zu wissen. lassen sie uns doch an ihrem wissen über die organisation, die motive und beweggründe der gruppe "ultras" und den bezug zum obogen artikel teilhaben! entweder kennen sie deren einkommensverhältnisse genau ("arm") oder sie treten hier ziemlich überheblich auf indem sie sich über andere ihnen unbekannte personen erheben und hierzu die vom mdr gestellte bühne mißbrauchen. btw. nur weil sie den lebensinhalt anderer nicht verstehen oder nicht in dem maße teilen, ist auch die behauptung, daß diese nun ein "leeres leben" haben extrem anmaßend. @ mdr: danke, daß derartige verleumderische kommentare auch durch meine zwangsgebühren ermöglicht werden.
01.07.2012
03:50 Uhr
8. Christoph:
So krasse Verstöße gegen nachvollziehbare Regeln müssen Folgen haben, sonst wird das üblich. Es provoziert die Randalierer, aber das kann kein Argument sein, zumal sie am kürzeren Hebel sitzen: Eher geht der Fußball in Deutschland ganz ein oder wird reiner Fernsehsport, als dass es in Stadien so zugeht, wie die Utras sich das wünschen. Der DFB sollte aber unbedingt aufhören, die Vereine sinnlos finanziell zu schädigen, die können sich ihre Anhänger nicht raussuchen. Auflagen wie personalisierte Tickets, Videoüberwachung im Stadion und Streichung von Gästefankontingenten kosten auch Geld, bekämpfen aber das Problem an der Wurzel, da stimme ich den Kommentaren 1 & 5 zu. Unbegründet oder ungerecht verteilt, wie Kommentare 2-4 & 6 behaupten, finde ich die Strafen nicht. Generelle Frage: was für ein leeres Leben muss man haben, um sich dermaßen in die Identifikation mit einem Verein und in eine vermeintliche Opferrolle reinsteigern? Ultras sind ziemlich arme Menschen...
30.06.2012
16:45 Uhr
7. Seaking Hodi:
@chris: "Ich stimme dem was Du geschrieben hast voll und ganz zu." Wenn man es sich so richtig überlegt, werden ja irgendwann die finannziellen Einbußen auf die Tickets der friedlichen Fans umgelegt. Weil Chaoten so etwas immer als Plattform für Ihre Zwecke missbrauchen. D.h. Alle ehemaligen Fussballvereine aus dem Osten werden aufgrund eines klammen Geldbeutels (weniger Einnahmen, rückläufige Zuschauerzahlen, Abspringen von Sponsoren usw) in die sportliche und damit finanzielle Insolvenz getrieben. Ich habe mit personell- bezogenen Tickets auch insofern kein Problem, weil ich mit einer positiven Haltung und als fairer Sportsmann zum Fussball hingehe. Egal also ob ein Verein verliert oder gewinnt (und Emotionen gehören mit Sicherheit dazu),wenn ich eine positive Gesinnung zum Fussball bekunde, dann kann ich mich zwar ärgern oder freuen, aber so, dass ich nicht andere dadurch in Gefahr bringe sondern mich in jeder Situation fair verhalte und nicht auf die Rechte anderer übergreife.
30.06.2012
14:47 Uhr
6. AK_96:
Bei einem Westverein mit solcher Tradition wie bei Dynamo würden die das nie durchziehen... Irgendwie sind die Ossis immer noch längst nicht mit Wessis gleichzusetzen...
30.06.2012
13:58 Uhr
5. Chris:
@Seaking Hodi: Das ist absolut richtig. Denn dann weiß man so ziemlich genau, wer wo in welchem Bereich stand und dann kann man bei Vergehen alles ziemlich einengen. Schnelles handeln, schnelles Abwickeln und zukünftig kann der DFB seine Strafen direkt an den/die Verursacher abwälzen. Ist das im Sinne der Öffentlichkeit? Nein, aber wenn eine Selbstreinigung partou nicht erfolgt, ist das eine der wenigen Möglichkeiten die man absofort nutzen sollte. Auch oder Eben gerade für den Stimmungs und Fanblock "K". Aber, wie gesagt, harte Zeiten verlangen harte Maßnahmen. Personalisierte Tickets stellen für mich kein Problem dar, ich kaufe weiter und alle anderen auch. Wer Fussball sehen will, geht auch weiter hin, vllt drängt das ja die Idioten aus dem Stadion. Wünschenswert wäre es, denn leiden tut darunter in erster Linie die SGD, dann der normale Fan, denn Strafen werden umgewalzt. Immer! Auf eine friedliche Saison.
30.06.2012
10:11 Uhr
4. Harry-Dresden:
Man sollte an die unterschiedlichen Strafen erinnern und sich fragen warum der BVB nicht auch ein Geisterspiel bekommen hat für die vielen Vorfälle in letzter Zeit ! Aber nein ein Glück hat man ja BVB Funktionäre in der Spitze des DFBs um soetwas abzuwenden! Für mich eine Frechheit, dass die Strafen nicht mit gleichen Massstäben verteilt werden!
30.06.2012
08:57 Uhr
3. demo1971:
Der DFB schaufelt sich sein eigenes Grab, und bekommen es nicht mal mit. Der Unmut der Fans wird größer. Tumulte werden mit teilweisen Ausschluss und Geisterspielen eher provoziert. Kein Fan lässt sich diese Bestrafung gefallen. Kontraproduktiver DFB.
30.06.2012
08:11 Uhr
2. Axel:
Das ist doch nur noch zum Kotzen! Ich würde es an Stelle des DFB nicht übertreiben!!! Das Echo wird kommen! Wenn solche Entscheidungen zum Regelfall werden, dann hat sich Fußball für mich bald erledigt!
29.06.2012
17:37 Uhr

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