Fußball | 2. Bundesliga : Ärger und Aufatmen bei Dynamo
Dynamo Dresden atmet auf: Stürmer Mickael Poté kann trotz einer Handverletzung am kommenden Montag im DFB-Pokal mitkicken. Die Schwarz-Gelben bekommen es dabei mit dem starken Chemnitzer FC zu tun. Das Sturmproblem der Dresdner bleibt nichtsdestotrotz bestehen, was auch beim Test am Dienstag gegen FK Teplice (0:2) sichtbar wurde.
Poté hatte am Montag im Zweitligaspiel gegen 1860 München (2:2) das wichtige 1:1 erzielt. In der Schlussphase jedoch musste der gebürtige Franzose mit der Staatsbürgerschaft von Benin wegen einer Handverletzung ausgewechselt werden. Eine genaue Diagnose steht noch aus. Am Dienstag dann kam die Entwarnung: Poté kugelte sich zwar den rechten Daumen aus und hat eine Risswunde - ab Donnerstag aber kann er mit einer Spezialschiene wieder trainieren und ist auch gegen gegen Chemnitz einsatzfähig. Für die Dresdner ist das eine gute Nachricht, denn deren Sturmprobleme sind schon groß genug. Zudem läuft es bei Dynamo auch spielerisch nicht rund, wie das 2:2 gegen die "Löwen" gezeigt hat.
Loose: Spieler noch nicht richtig fit
Das Gegentor zum Endstand ärgerte vor allem Abwehrspieler Sebastian Schuppan: "Es kann nicht sein, dass wir selbst am Ball sind und dann so ein Ding bekommen. Da muss man foulen, das Spiel irgendwie unterbrechen oder den Ball in den eigenen Reihen halten!" Der Linksverteidiger hofft, dass noch vor dem Pokalspiel der Schalter umgelegt werden kann: "Wir müssen das abschütteln, analysieren, und beim nächsten Mal darf es nicht mehr passieren." Trainer Ralf Loose sieht die Ursachen des mauen Saisonstarts mit einem Punkt aus zwei Spielen auch in der Fitness: "Man sieht deutlich, dass einige Spieler körperlich noch nicht bei 100 Prozent sind. Da stört enorm."
Echte Alternativen zur Stammelf sind nicht in Sicht. Da wurde auch beim Testspiel am Dienstag gegen FK Teplice offensichtlich. Trainer Loose setzte vor allem seine zweite Reihe ein und sah einen "sehr guten Härtetest" sowie "kampfstarke" und "einsatzbereite" Spieler. Neutrale Beobachter hingegen beobachteten einen schwachen Auftritt der Dresdner. Die zwei eingesetzten Probespieler Elias Jofre Dutra (Brasilien) und Tomas Micola (Tschechien/Stade Brest) konnten nicht überzeugen, wenngleich Loose sie noch nicht abgeschrieben hat.

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