Sachsen

Rückkehr : Entführtes Kleinkind wieder daheim in Tschechien

Das in Tschechien entführte Baby ist wieder zu Hause. Die Mutter reiste am Sonnabend zusammen mit Familienangehörigen nach Deutschland, um ihr Kind in Koblenz abzuholen. Das drei Wochen alte Mädchen war vor zehn Tagen in Usti nad Labem (Aussig an der Elbe) vor den Augen der Mutter von einem Mann aus dem Kinderwagen gerissen worden.

DNA-Proben verzögern Rückkehr

Die Spur führte von Anfang an nach Deutschland. Überwachungskameras an einer Autobahn hatten die Flucht in Richtung Sachsen dokumentiert. Tage später wurde das Baby in Rheinland-Pfalz gefunden. Vier Verdächtige wurden festgenommen. Die Rückgabe des Kindes dauerte bis zum Wochenende, da zunächst DNA-Proben den endgültigen Beweis für die Identität des Kindes erbringen mussten. Erst danach gaben die Behörden beider Länder den Weg für die Rückkehr frei.

Vor dem Wohnhaus der Familie in Trmice (Türmitz) nahe Usti warteten am Sonntagmorgen zahlreiche Journalisten und Familienangehörige auf die Ankunft des Kleinkindes. Das Haus war mit Luftballons und einem handgemalten Willkommens-Transparent verziert. Die Hintergründe der Entführung sind indes weiter unklar. Die tschechische Polizei gibt mit Verweis auf laufende Ermittlungen keine Auskunft.

Zuletzt aktualisiert: 15. Juli 2012, 14:07 Uhr

1. Reiner Arndt:
Wäre es eigentlich zuviel verlangt, die Herkunft der Täter ein bisschen genauer zu benennen? Wäre es z.B. ein Paar aus Sachsen, Thüringen oder Brandenburg gewesen, gäbe es längst fette Schlagzeilen und diverse "Experten" hätten sich zu Wort gemeldet, um derart kriminelles Verhalten aus der DDR-Vergangenheit zu erklären. Aber all das scheint hier nicht zu greifen - die Mutter holte ihr Kind aus Koblenz zurück. Und desweigen schweigt man hübsch stille...
16.07.2012
17:55 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

© 2013 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK