Fußball | DFB-Pokal : Aue bleibt in Mainz chancenlos
Der FC Erzgebirge Aue hat das zweite Wunder im DFB-Pokal nicht geschafft. Bei Erstligist FSV Mainz unterlagen die Veilchen mit 0:2 und hatten während der gesamten Partie eigentlich nie eine echte Chance.
Mainz lässt Ball und Gegner laufen
Den ersten Schock gab es bereits beim Aufwärmen. Paulus verletzte sich und musste durch Schlitte ersetzt werden. Dadurch war Trainer Baumann gezwungen, in der Abwehr umzustellen - Müller rückte auf die rechte Seite. Das Spiel begannen die Gastgeber von der ersten Minute an mit viel Druck und sehr sicheren Ballstafetten. Aue stand sehr tief und suchte sein Heil in Kontern. Eine erste halbe Chance ergab sich in der neunten Minute, als Savran den Ball aber nicht unter Kontrolle bekam. Drei Minuten später versuchte es König von der Strafraumgrenze, Keeper Wetklo fischte den Ball aber aus dem linken unteren Eck. Im Gegenzug hatte Ivanschitz die Chance zur Mainzer Führung. Freistehend scheiterte der Stürmer aber am toll reagierenden Auer Schlussmann Männel. In der 18. Minute war der Keeper der Veilchen dann chancenlos. Nach einem Querpass von Malli ballerte Ivanschitz die Kugel aus 13 Metern ins rechte Eck. In der Folge dominierte der Erstligist nach Belieben, Aue setzte Kampf dagegen. Die Sachsen kamen aber nie ernsthaft vor das Mainzer Tor.
Schnelle Entscheidung nach dem Wechsel
Nach dem Wechsel machte Malli schnell den Sack zu. In der 47. Minute nutzte der Mainzer einen Patzer von Schlitte und traf aus zwölf Metern ins lange Eck zum 2:0. Damit war die Partie praktisch gelaufen. Mainz ließ nun die Zügel etwas schleifen und hatte dennoch einige weitere gute Chancen. Aue musste bis zur 72. Minute warten. Nach einer Rechtsflanke von Hochscheidt erwischte Kocer den Ball mit dem Kopf, doch Keeper Wetklo kratzte den Ball von der Linie. Danach kombinierten sich die Gastgeber wieder durch die Auer Verteidigung, nutzten ihre Möglichkeiten aber nicht.
Das meinten beide Trainer
Thomas Tuchel (Trainer Mainz): "Ich bin zufrieden, weil wir verdientermaßen eine Runde weiter gekommen sind. Wir haben uns auf einen kampfstarken Gegner eingestellt und wollten selbst mit konsequentem Umkehrspiel gefährlich vor das Tor kommen. In der zweiten Halbzeit mussten wir zwar noch eine Schrecksekunde überstehen, aber Wetklo hat gut gehalten."
Karsten Baumann (Trainer Aue): "Ich glaube, es gibt heute keine zwei Meinungen über das verdiente Weiterkommen von Mainz. Sie haben uns mit ihrer Ballsicherheit schon in der ersten Halbzeit den Zahn gezogen. In der zweiten Halbzeit haben wir Anschauungsunterricht bekommen, wie man einen unterklassigen Gegner beherrscht. Insgesamt ist mir aber wichtig, dass wir gut und geschlossen als Mannschaft aufgetreten sind."

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