Sachsen

Soziales Netzwerk : Sachsen sammelt Informationen bei Facebook

Die sächsische Landesregierung will im sozialen Netzwerk Facebook Informationen sammeln. Das teilte Innenminister Ulbig auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen mit. Man wolle wissen, was auf Facebook diskutiert werde, um daran die Politik zu orientieren. Dazu soll eine Software angeschafft werden, die "abstrakte Meinungsbilder" ohne Personenbezug erfasse.

Facebook
Auch der Freistaat Sachsen hat eine eigene Facebook-Präsenz

Finanziert werden sollen Arbeitsaufwand und Software aus dem Topf der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Staatskanzlei. Ulbig begründete die Notwendigkeit der Daten- und Meinungserfassung mit der "Aufgabenerfüllung" der Regierung. Dazu zähle "zwingend auch die Beobachtung der öffentlichen Debatte im Internet", etwa um den Bürgerwillen besser einschätzen zu können.

Eine Sprecherin der Staatskanzlei teilte mit, es werde auf etablierte Softwarelösungen gesetzt, die den Datenschutz wahrten. Vor einer endgültigen Entscheidung würde daher auch der Datenschutzbeauftragte einbezogen. Ein offizielles Ausschreibungsverfahren sei derzeit im Gange.

Kritik von den Grünen

Der Grünen-Abgeordnete Hannes Lichdi kritisierte, Meinungsforschung gehöre nicht zu den Kernaufgaben des Staates. Es sei "mehr als bedenklich", wenn die Regierung mit einer "Überwachungssoftware" Netz-Kommunikation kontrolliere. Dafür seien wissenschaftliche Institute zuständig. Außerdem könnte nach Auffassung von Lichdi derartige Software prinzipiell auch für Überwachungsmaßnahmen genutzt werden.

Zuletzt aktualisiert: 08. August 2012, 13:33 Uhr

4. Uwe Adamczyk:
Früher wurde heimlich gespitzelt und das mußten Menschen in erster Linie tun - schon das ist verwerflich. Heute spitzeln wir besser, wir sind ja Demokraten. Auch brauchen wir ja nicht so viele Spitzel mehr denn wir haben ja jetzt die notwendige Technik. Ist eben so, einmal Spitzel immer Spitzel.
08.08.2012
23:26 Uhr
3. N.:
"Ulbig begründete die Notwendigkeit der Daten- und Meinungserfassung mit der "Aufgabenerfüllung" der Regierung." Hoppla, droht wieder eine Revolution!? Fachkräftemangel gibt es bestimmt nicht auf diesem Gebiet. Sind ja bis 1990 viele freigesetzt worden, die würden dies vielleicht noch perfektionieren. Und so schlecht ausgebildet waren die ja auch nicht - damals! (Grins)
08.08.2012
11:27 Uhr
2. Heinz Faßbender:
so ein „Schmarrn“ - dass kann er auch bei den Foren hier beim MDR - da sind wohl wieder die alten Horch u. Guck - Mentalitäten durchgeschlagen - in Sachsen kein Wunder!
08.08.2012
09:27 Uhr
1. Sachse:
Die sächs.CDU/FDP Regierung sammelt Informationen bei Facebook und die Software soll bis zu 390 000 Euro kosten.Nun fragt sich der geneigte Wähler was ist los im Freistaat ?Kein Geld für die Bildung,Sachsen als Billiglohnland ausgerufen ,massive Kürzungen im sozialen Bereichen Abbau bei der Polizei aber "Überwachung " auf Facebook.Wo Leben wir denn ???Wann werden wieder Telefone abgehört(ach das hatten wir ja schon),Briefe geöffnet usw.?Diese Regierung dient nicht dem Volk,sondern schützt und verfolgt nur partei-politische machterhaltende Interessen.Solche "Truppen" haben wir schon mal aus den Sesseln gejagt.
07.08.2012
19:10 Uhr

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Was sind soziale Netzwerke?

Soziale Netzwerke sind Internet-Plattformen, auf denen sich Personen auf eigenen Profilseiten vorstellen und mit anderen Nutzern austauschen können. Dabei sind alle multimedialen Formen möglich - wie zum Beispiel Texte, Bilder, Links und Videos. Zunehmend zeigen auch Gruppen, nicht-kommerzielle Initiativen und Unternehmen auf sozialen Netzwerken Präsenz, um diese speziellen Kommunikationswege zu nutzen.

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