FDP-Landesliste zur Bundestagswahl : Jan Mücke auf Platz eins
Jan Mücke geht erneut als Spitzenkandidat der sächsischen FDP für die Bundestagswahl ins Rennen. Der 39-Jährige wurde am Sonnabendvormittag auf dem Landesparteitag in Dresden mit 91,6 Prozent der Stimmen gewählt.
Mücke ist Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes Meißen, seit 2005 Mitglied im Bundestag und seit 2009 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. Lange Jahre war der Radebeuler auch Stadtrat in Dresden, wo er sich unter anderem vehement für den Bau der umstrittenen Waldschlösschenbrücke einsetzte.
Auf Platz zwei der FDP-Landesliste wurde Heinz-Peter Hausstein gewählt. Hausstein ist Bürgermeister von Deutschneudorf im Erzgebirge und ebenfalls Bundestagsabgeordneter. Auf Platz drei und vier kamen der Leipziger Europaabgeordnete Holger Krahmer und Reiner Deutschmann aus Kamenz.
Zastrow kritisiert FDP-Häme
Zu Beginn des Landesparteitags rechnete Parteichef Holger Zastrow mit den Umfrageinstituten ab. Diese hatten den Liberalen schlechte Ergebnisse für die Niedersachsenwahl vorhergesagt. Und auch die Medien standen in der Kritik. Nach dem Wahlerfolg am vergangenen Wochenende gebe es eine neue Welle von Häme, wie er sie noch nie erlebt habe. Doch auch bei miesen Umfragen habe die FDP meist ein tolles Wahlergebnis erreicht, schwor Zastrow die Delegierten auf die Bundestagswahl ein. Die FDP sei schon immer ein Spätzünder gewesen, der erst auf den letzten Metern käme, aber dann richtig.
Bei der Bundestagswahl 2009 war die FDP in Sachsen auf 13,3 Prozent der Stimmen gekommen. Sie konnte somit vier Bundestagsabgeordnete nach Berlin entsenden. Dieses Ziel will die Partei laut Zastrow auch in diesem Jahr erreichen.
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