Sachsen

Größter Standort in Deutschland : Fraunhofer feiert 20-jähriges in Dresden

Zwölf Institute, über 1.300 Mitarbeiter und jedes Jahr Projekte mit einem Umsatzvolumen von über 130 Millionen Euro - der Standort Dresden hat sich zum größten Ballungsgebiet an Fraunhofer-Instituten in Deutschland entwickelt. In diesem Jahr feiert die Dresdner Dependance der Fraunhofer-Gesellschaft ihr 20-jähriges Bestehen und blickt auf bedeutende Entwicklungen zurück.

DDR-Forschungstradition weitergeführt

Seit den ersten Institutsgründungen im Januar 1992 wuchs der Standort stetig. Aber mit den derzeitigen zwölf Instituten ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht, schon jetzt sind fünf weitere Forschungsstätten geplant. Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg war, dass man nach der Gründung dem Erbe der DDR-Forschung in der Stadt eine Chance gegeben hat. So wurden unter anderem Forschergruppen der DDR-Akademie der Wissenschaften und des privaten Ardenne-Instituts übernommen.

TU liefert Grundlagen für Forschungserfolg

Für Professor Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer Gesellschaft, ist vor allem die Zusammenarbeit mit der TU Dresden entscheidend für den Erfolg von Fraunhofer in Dresden. Die Kombination aus Grundlagen-Forschung an der TU und der angewandten Forschung bei Fraunhofer sei ausgesprochen hilfreich gewesen, sagte er MDR aktuell. Eine weitere Besonderheit ist die enge Verzahnung mit der Dresdner Wirtschaft. So erfolgt die Finanzierung des Instituts zu zwei Dritteln durch externe Auftraggeber.

Erfolgsprojekt OLEDs

Eines der letzten Erfolgsprojekte von Fraunhofer in Dresden war die Entwicklung der Organischen Leuchtdioden (OLEDs). Sie wurde erst kürzlich mit dem Zukunftspreis des Bundespräsidenten, dem wichtigsten deutschen Wissenschaftspreis, ausgezeichnet.

Tillich würdigt Fraunhofers Engagement

Am Freitagabend wurde das Jubiläum mit einem Festakt im Flughafen-Terminal gefeiert. Dort würdigte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich die Arbeit von Fraunhofer als wegweisend für die Entwicklung des Landes. Tillich sagte, Sachsen sei inzwischen wieder Automobilland und die einzige Region in Europa mit einer Halbleiterindustrie. Dies wäre alles nicht gelungen, wenn es seinerzeit nicht gelungen wäre Forscher, Wissenschaftler und Ingenieure am Standort Sachsen zu halten.

Zuletzt aktualisiert: 03. März 2012, 20:59 Uhr

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