Informationsreise : Gauck mit Diplomaten zu Gast in Sachsen
Bundespräsident Joachim Gauck hat zusammen mit rund 200 Diplomaten Sachsen besucht. Anlass war das jährlich stattfindende Treffen der in Deutschland akkreditierten Botschafter und Vertreter internationaler Organisationen, die vom Bundespräsidenten zu einer Kurzreise eingeladen werden, um das Land besser kennenzulernen und Kontakte untereinander zu knüpfen.
Erste Station waren am Montag die EADS Elbe Flugzeugwerke, die auf die Wartung von Passagier- und Frachtflugzeugen spezialisiert sind. Danach ging es in die Skulpturensammlung der Staatlichen Kunstsammlungen und in die Dresdner Frauenkirche. Anschließend fuhr die Delegation mit dem Dampfer auf der Elbe nach Meißen, um dort das Landesgymnasium Sankt Afra zu besuchen, wo rund 300 Hochbegabte lernen. Zum Abschluss gab Gauck einen Empfang auf dem Staatsweingut Schloss Wackerbarth in Radebeul.
Der seit rund fünf Monaten amtierende Bundespräsident war seit seinem Amtsantritt schon zweimal in Sachsen: im März beim 800. Geburtstag der Thomaner und im Juni bei einem Benefizkonzert der Staatskapelle.
Gauck würdigt Sachsen und friedliche Revolution
In seiner Rede im Albertinum würdigte Gauck Sachsen als Ausgangspunkt der Friedlichen Revolution von 1989. Wäre Ostdeutschland nicht 40 Jahre lang von kommunistischer Zwangsherrschaft regiert worden, hätte Sachsen wohl jetzt den Entwicklungsstand Baden-Württembergs oder Bayerns, sagte er. Gauck lobte auch das neue bürgerliche Engagement und das erstarkte Selbstbewusstsein der Sachsen, die beispielsweise auf ein erfolgreiches Bildungssystem oder eine sehenswerte Stadt wie Dresden mit der wiedererrichteten Frauenkirche verweisen könnten. Zudem seien die Sachsen ein besonderer Menschenschlag. Er könne nur jedem empfehlen, in Krisensituationen zur Auffrischung der Gemütslage in den Freistaat zu reisen.
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