Sachsen

Geburtstag : 100 Jahre Russische Gedächtniskirche in Leipzig

Die russische Gedächtniskirche in Leipzig feiert Geburtstag. Vor 100 Jahren wurde in Leipzig der Grundstein gelegt. Sie erinnert seitdem an die 22.000 russischen Soldaten, die 1813 in der Völkerschlacht bei Leipzig gefallen waren. Der Kirchenbau gilt außerdem als Zeichen der Versöhnung zwischen Russland und Deutschland.

Seit Oktober 2012 wird der charakteristische goldene Zwiebelturm der Kirche renoviert. Laut Stadtverwaltung ist das Mauerwerk am Turm undicht und schützt deshalb nicht mehr ausreichend vor Regenwasser. Außerdem bestehe die Gefahr, dass sich Goldmosaiksteinchen ablösen. Die Sanierung soll den Angaben zufolge rund eine Million Euro kosten und 2013 vor den Feierlichkeiten zum 200. Jahrestag der Leipziger Völkerschlacht abgeschlossen sein.

Der Bau der Russischen Gedächtniskirche im Nowgoroder Stil wurde 1912 begonnen und 1913 fertiggestellt. Das markante Gotteshaus gilt als eines der Wahrzeichen der Messestadt. Das Bauwerk ist eine freie Nachbildung der 1530 bis 1532 erbauten Auferstehungskirche in Moskau. Architekt der Kirche war Wladimir Alexandrowitsch Pokrowski, der auch Bauwerke in Sankt Petersburg, Nischni Nowgorod und Moskau entworfen hat. Heute hat die Russische Gedächtniskirche eine Gemeinde von rund 300 Mitgliedern in Leipzig und im größeren Umfeld der Stadt.

Zuletzt aktualisiert: 28. Dezember 2012, 15:24 Uhr

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