Leipzig/Lodz : Lira, wir fahr'n nach Lodz
Die Rothschild-Giraffe Lira aus dem Leipziger Zoo ist am Dienstag im Zoo Lodz angekommen. Das zweijährige Tier wurde auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms an den polnischen Tierpark abgegeben. Dort soll die Giraffe gemeinsam mit anderen Neuzugängen eine neue Herde bilden.
Mitte Mai waren in Lodz zwei Giraffen nach nächtlichen Randalen gestorben. Unbekannte drangen in das Gelände ein, zerschlugen Sitzbänke und Skulpturen. Außerdem warfen sie Müll in Richtung der Tiere. Wenige Stunden nach dem Vorfall sei eine Giraffe gestorben, die andere sei am nächsten Morgen tot aufgefunden worden. Die genaue Todesursache ist nicht bekannt, es wird Herzversagen nach Stresseinwirkung vermutet. In ihrer neuen Heimat in Polen soll Lira gemeinsam mit anderen Giraffendamen aus anderen Zoos dem verwitweten Giraffenbullen Gesellschaft leisten und eine neue Zucht ermöglichen. Im Zoo der sächsischen Messestadt leben nun noch zehn Giraffen, Giraffenbulle "Max" und neun Weibchen.
"Der Vorfall in Lodz ist tragisch und wir bedauern die Geschehnisse sehr. Der Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms sind wir deshalb selbstverständlich gefolgt, um die Kollegen in Polen in dieser besonderen Situation zu unterstützen", sagt Zoodirektor Dr. Jörg Junhold auf der Homepage des Leipziger Zoos.
