Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge : 24-Jährige stirbt nach Grippeinfektion
Die aktuelle Grippewelle in Sachsen hat das erste Menschenleben gefordert. Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge starb eine 24-Jährige an einer Lungenentzündung. Das hat das Landratsamt bestätigt. In der Intensivpflegeeinrichtung, in der sie wohnte, sei zuvor die Grippe ausgebrochen. Das sächsische Sozialministerium erklärte dazu, die junge Frau sei nicht gegen die Grippe geimpft gewesen.
Erkrankungswelle auf dem Höchststand
Ministeriumssprecherin Katja Naumann sagte MDR 1 RADIO SACHSEN, die Grippewelle habe in Sachsen ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Derzeit entspanne sich durch die Winterferien die Lage. Es sei aber nicht auszuschließen, dass es Ende Februar zu einer zweiten Grippewelle kommt. Der Verlauf der Grippewelle sei im Vergleich der vergangenen zehn Jahre nicht besorgniserregend, sagte Naumann. Sie verwies auf die Zahlen des Vorjahres, wo es in Sachsen sechs Grippetote gab. Der Virus in dieser Saison sei auch nicht außergewöhnlich aggressiv, betonte Naumann. Bislang wurden laut Ministerium mehr als 1.700 Grippekranke registriert.
Grippeschutzimpfung umstritten
Das Ministerium empfiehlt, sich jedes Jahr gegen Grippe impfen zu lassen. Die Impfung biete den besten und wirksamsten Schutz. Zudem werde die Ansteckung anderer Personen vermieden. Besonders für gefährdete Personengruppen sei sie unverzichtbar. Dazu zählen chronisch Kranke mit Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes und anderen Stoffwechselkrankheiten, Personen mit Immundefekten, Bewohner von Alters- und Pflegeheimen, sowie Schwangere und medizinisches und Pflegepersonal. Die Virusgrippe ist dem Ministerium zufolge keine harmlose Erkrankung. Jedes Jahr suchen deshalb Millionen Menschen einen Arzt auf.
Doch die Grippeimpfung ist umstritten, vor allem für gesunde Menschen. Deren Immunsystem ist meist so stark, dass die Wahrscheinlichkeit zu erkranken, sehr gering ist. Außerdem verläuft die Grippe bei ihnen oft nicht so gravierend. Schließlich gibt die Impfung auch keine Garantie, nicht zu erkranken. Denn der Influenza-Erreger ist sehr wandlungsfähig und der Impfstoff richtet sich immer nur gegen einen bestimmten Erreger.
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