Sachsen

Großbrand im Erzgebirge : Polizei: Feuer im früheren DKK-Werk gelegt

Der Großbrand im ehemaligen Kühlschrankwerk DKK-Foron im erzgebirgischen Niederschmiedeberg ist am Montagabend gelöscht worden. Wind hatte die Arbeit der Feuerwehr erschwert und die Flammen immer wieder angefacht. Die Polizei geht von Brandstiftung aus, da das Feuer an drei Stellen gleichzeitig ausgebrochen sei.

Keine giftigen Gase freigesetzt

Trotzdem konnten einige der 16 Familien, die ihre Häuser in der Umgebung vorsorglich verlassen mussten, in ihre Wohnungen zurückkehren. Entwarnung gab es auch in Sachen Gesundheitsgefahr: Behördenangaben zufolge wurden bei dem Feuer keine Giftstoffe freigesetzt.

Feuerwehr ließ kontrolliert abbrennen

In der Nacht zum Sonntag war auf dem Werksgelände eine mit Altreifen gefüllte Werkhalle in Flammen aufgegangen. Die Feuerwehr entschied daraufhin, das Feuer kontrolliert abbrennen zu lassen. Verletzte durch das Feuer gab es nach ersten Erkenntnissen nicht, ein Mann erlitt jedoch bei der vorsorglichen Räumung mehrere umliegender Häuser einen Zusammenbruch. Wodurch das Feuer ausbrach und wie hoch der Schaden ist, ist noch unklar.

Zuletzt aktualisiert: 09. Oktober 2012, 13:49 Uhr

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DKK-Foron

Bis in die 1990er-Jahre produzierten die DKK Scharfenstein und das
Nachfolgeunternehmen Foron in dem Werksteil in Niederschmiedeberg vor allem Kühlschränke und Komponenten für
Kälteanlagen. Zu DDR-Zeiten arbeiteten bis zu 5.500 Menschen bei dem Hausgerätehersteller, der 1993 den weltweit ersten Kühlschrank ohne die Ozon-Killer FCKW und FKW auf den Markt gebracht und damit bekannt geworden war.

Das Unternehmen musste 1996 Insolvenz anmelden, wechselte mehrfach den Besitzer und war später nur noch als Marke präsent. Auf dem Betriebsgelände haben sich nach Abwicklung der Kühlschrankproduktion mehrere Firmen niedergelassen.

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