Die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry stellt am 16.12.2016 in Berlin eine App vor.
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Neue Partei Petry-Vertrauter bestätigt Gründung der "Blauen Partei"

Die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry stellt am 16.12.2016 in Berlin eine App vor.
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Mitglieder der AfD haben schon vor der Bundestagswahl eine neue Partei gegründet. Sie trägt den Namen "Die Blaue Partei". Wie der Bundeswahlleiter MDR SACHSEN bestätigte, hat der langjährige Vertraute von Frauke Petry, Michael Muster, die Partei angemeldet. Gegründet wurde sie demnach am 17. September. Am 26. September seien die Unterlagen eingegangen. Zunächst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Muster bestätigte MDR SACHSEN die Parteigründung. Er ist der Ehemann der sächsischen Landtagsabgeordneten Kirsten Muster, die wie Frauke Petry aus der AfD-Fraktion ausgetreten ist.

Informationen zu den Mitgliedern und der Programmatik der neuen Partei gibt es derzeit nicht. Aus dem Umfeld von Frauke Petry heißt es, in den nächsten Tagen würde die Sache erklärt. Kurz nach der Bundestagswahl hatte Petry die Gründung einer neuen Partei noch dementiert. Jetzt aber versenden enge Vertraute von Frauke Petry bereits E-Mails mit einem neuen Logo in der Signatur, in weißer Schrift steht da auf blauem Grund "frei und konservativ". Ob dieses neue Logo im Zusammenhang mit der neuen Partei steht, wollte aber bisher keiner der Vertrauten beantworten.

Quelle: MDR/kb/jr

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Radio: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 11.10.2017 | ab12:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 12. Oktober 2017, 07:44 Uhr

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20 Kommentare

13.10.2017 13:56 Kagelmann 20

... wer wie Petry SEINE Wähler der Art anschmiert (sich zur Wahl stellen, um dann nach der Stimmenauszählung und Mandatserteilung die "Fronten" zu wechseln), wird bei anderen Wählern kein Vertrauen erreichen. Es war wohl ihr selbst initiierter politischer "Genickschuß". Petry ist offensichtlich "krankhaft" MACHTbesessen.

13.10.2017 10:01 Tarzan 19

@real_silver #4
Frau Petry hat Ihre Wähler nicht veräppelt, die Wähler wussten zum großen Teil sehr genau, wen und was sie da wählen. Letztlich für Frau Petry vermutlich auch der Motivationsschub etwas Neues anzufangen. Der Plan könnte aufgehen; bundesweit jedoch wird der Erfolg davon abhängen, welche Politiker sie in der Lage ist ins Boot zu holen. Nur den Namen finde ich unkreativ und unpassend :D angeblich soll es den schon mal gegeben haben.

13.10.2017 09:54 Honor 18

@Freespeech
Sehe ich nicht so, solange sich ein Einsatz lohnt sollte man sich auch bemühen Ziele usw. umzusetzen und bei der Gestaltung mitzuhelfen, sobald aber der Widerstand so groß ist, dass jede Mühe umsonst ist, man also bei verschiedenen Themen nur noch gegen eine Wand läuft ist, ist es cleverer die eigene Situation zu überdenken und nach neuen Möglichkeiten für den eigenen Beitrag zu suchen, als einfach nur noch mitzulaufen und eigene Wünsche und Vorstellungen aufzugeben, sprich politisch abzustumpfen und den Fokus auf Postenbeschlagnahmung zu legen, wie es leider oft der Fall ist. Finde den Neuanfang sehr gut, mal sehen, was daraus gemacht wird. Wünsche Frau Petry viel Glück.

12.10.2017 22:00 Dor Saggse 17

Petry hofft also auf ein blaues Wunder.
In Dresden wird das Blaue Wunder von Nieten zusammengehalten.

12.10.2017 21:50 Harald 16

Für Flüchtlinge ist in diesem Staat genug getan worden? . Nun muss auch was für den Normalbürger getan werden(bei diesen Milliarden Überschuss).

12.10.2017 19:53 Freespeech 15

Egal, wie man zur AfD steht, aber Verräter hatten noch nie Glück... Das Ganze ist ein ziemlich unwürdiges Spektakel! Jeder "vernünftige" Abgeordnete bleibt in der Partei und versucht sie nach Wählers Willen und seinen Vorstellungen zu formen und nicht, die Flinte ins Korn schmeißen aber immer schön die Diäten als Abgeordneter mitnehmen..

12.10.2017 18:17 einfach ein normaler Bürger 14

Ich(Petri etc.) komme über eine Partei AfD in den BT,obwohl ich mich bereits vor der Wahl von der AfD verabschiedet habe. Verarschte AfD Wähler--hätte man aber wissen können.Eine Partei die sich im Vorfeld festlegt,keine Regierungsverantwortung zu übernehmen,ist eigentlich keine Alternative.

12.10.2017 17:16 Frank Sch 13

Ach Herr Rheinländer, Frau Petry in der Regierung wäre also nicht unsäglich?

Gewiss doch, denn sie wäre mit dem Mandat der Rechtspopulisten dort.

Die Grünen sind nicht der Hemmschuh in Jamaika, eher die Bayern. Wir werden es erleben

12.10.2017 14:29 bunter Rheinländer 12

Vielleicht schafft Frau Petry ja eine "bundesweite CSU" mit 30 BDMs aufzubauen und könnte damit "Jamaika" mit diesen unsäglichen GRÜNisten in der Regierung verhindern?
CDU, FDP, CSU und die Blaue Partei hätten dann eine stabile Mehrheit im Bundestag.

12.10.2017 13:09 Sr.Raul 11

Oh Gott, wenn Das Rudi noch mitbekommen würde.