Schäden in Millionenhöhe : Gleise in Hosena beräumt
Fünf Tage nach dem Zugunglück in Hosena haben Arbeiter am Dienstag mit der Reparatur der zerstörten Gleise begonnen. Nach Bahnangaben müssen mehrere Hundert Meter beschädigter Gleise erneuert werden. Techniker begannen an der Unfallstelle zudem mit dem Einbau neuer Oberleitungen und Weichen. Zugleich entwickeln Experten eine technische Lösung für die zerstörte Stellwerkstechnik.
Ermittlungen wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung
Wie der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Jan Mücke, nach seinem Besuch des Unfallorts am Dienstag sagte, werden die Kosten für die Reparaturarbeiten voraussichtlich etwa im einstelligen Millionenbereich liegen.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Cottbus wird derzeit wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass ein Haltesignal überfahren wurde. Zu möglichen Konsequenzen aus dem Unfall wollte sich Staatssekretär Mücke nicht äußern, bevor der Untersuchungsbericht vorliegt. Mücke legte am Unfallort einen Kranz nieder. Er und sein Kollege aus dem Potsdamer Verkehrsministerium, Rainer Bretschneider, sprachen von einem "Bild der Verwüstung". Sie betonten jedoch auch, dass kein Bahnkunde befürchten müsse, dass die Sicherheit im Bahnverkehr nicht gewährleistet ist.
Bahnstrecke weiter gesperrt
Bei dem Zusammenstoß zweier Güterzüge war am vergangenen Donnerstag ein 54 Jahre alter Eisenbahner in einem zerstörten Stellwerkgebäude ums Leben gekommen. Die beiden Lokführer wurden schwer verletzt. Mehr als 20 Wagen entgleisten, einige Waggons und eine Lok kippten um. Die Einsatzkräfte hatten zunächst Tage gebraucht, um die Waggons am Bahnhof Hosena von den kaputten Gleisen zu räumen. Der Streckenabschnitt Ruhland-Hosena-Hoyerswerda bleibt auch in den nächsten Tagen gesperrt. Es verkehrt weiterhin Schienenersatzverkehr.
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