Sachsen

Zschopau : MZ hat Insolvenz angemeldet

Die Motorenwerke Zschopau GmbH haben Insolvenz beantragt. Am Freitag hatte das Unternehmen beim Amtsgericht Chemnitz einen entsprechenden Antrag gestellt. MZ-Geschäftsführer Martin Wimmer sagte, Grund dafür sei ein kurzfristig geplatzes Darlehen. Das Unternehmen habe einige Unterlagen nicht rechtzeitig vorlegen können, weshalb die Zusage zurückgezogen worden wäre, so Wimmer.

Produktion läuft vorerst weiter

Ein Mitarbeiter prüft im MZ-Werk Zschopau vor dem Verpacken einen Elektroroller «Charly».
MZ in Zschopau hat Insolvenz angemeldet.

Der Geschäftsführer ergänzte, dass im MZ-Werk in Hohndorf die Produktion bis zu einer Entscheidung des Gerichts erst einmal weiter gehe. Das Unternehmen hofft, dass der Betrieb weitergeführt werden kann und möglichst viele der 49 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Geschäftsführer Martin Wimmer hatte die Motorenwerke Zschopau erst 2009 von einem malaysischen Konzern übernommen. Im MZ-Werk werden vor allem Elektroroller gefertigt.

Die 1928 vom Dänen Jörg Skafte Rasmussen gegründete Fabrik DKW (Dampf-Kraft-Wagen) war einst der größte Motorradhersteller der Welt. Zu DDR-Zeiten knüpften die Motorenwerke Zschopau an diese Tradition an und lieferten jährlich rund 85.000 Maschinen in 100 Länder.

Zuletzt aktualisiert: 10. September 2012, 15:19 Uhr

17. Peter:
MZ ist nicht an den Produkten gescheitert, sondern an Managementfehlern. Ich fahre MZ seit fast 40 Jahren. Z.Z. eine 1000S. Ein super Motorrad, was der Markt MZ wohl nicht zutraute und dementspechend nicht angenommen hat. Jedenfalls weiß ich aus persönlicher Erfahrung, daß MZ immer extrem fähige und motivierte Mitarbeiter hatte, die eine bessere Zukunft verdient hätten. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
11.09.2012
21:49 Uhr
16. Peter Peschel:
Als Gesellschafter einer Firma habe ich die MZ -Werke gegen 8.30 Uhr telef. zu erreichen versucht, nur ein Band lief und sagte mir, dass ich außerhalb der Geschäftszeiten anrufe. Da ist man schon verwundert. Auch potentielle Kunden u.s.w. können so abgewehrt werden. Mann muß Fehler auch bei sich suchen....
10.09.2012
09:05 Uhr
15. GM:
Wenn jemand will, dann kann jede Firma der Welt ruiniert werden. So eben auch das weltgrößte Motorradwerk MZ. Eins von vielen anderen Beispielen: Wochenpost. Nach dem segensreichen Wirken des Herrn Döpfner verschwand das Blatt, das bis zu 1 Mill. Leser hatte. Es geht also, wenn man wirklich will. Also ob es eine Lösung wäre, alles nach China,... zu verlagern. Ich denke, wir werden diese Entwicklungen noch schwerstens bedauern.
09.09.2012
21:10 Uhr
14. Thomas B:
Na ja, schreibe ich mal. So ne 250iger MZ bin ich als Wessi auch mal gefahren und so schlecht war diese auch nicht. Wenn man sich mal auf der Seite von MZ umschaut, braucht man sich doch nicht mehr wirklich zufragen warum MZ wohl Pleite gehen wird. Erstens ist der Boom mit den Rollern vorbei und auf so einen „Charly“ würde ich mich auch nicht draufsetzen, schon gar nicht wenn so ein Teil zwischen 1700 und 2900 € kostet und einen Wiederverkaufswert von 250 – 650 € besitzt. Es bleibt somit nur zu hoffen, dass MZ dieselbe Geschichte widerfährt wie es einst Maico so ergangen war und zwar das Sie sich über die Ersatzteile aufrechterhalten können, denn immerhin arbeiten hier Menschen die mit dem Werk verbunden sind. Dass sich MZ aber Gedanken über andere Modelle machen sollte, um überlebensfähig zu bleiben, lässt sich zwar leicht schreiben, aber wenn es nicht gemacht wird, gehen die wirklich Pleite.
09.09.2012
20:59 Uhr
13. Siegfried Meyer:
vor etwas über 2 Jahren wurde von MZ eine Veränderung im Motorenbau getestet. Das Ergebnis? bestätigt wurden über 20% weniger Verbrauch. Die Abgaswerte Hc + CO + NOx verringerten sich sehr deutlich. - Mit einem Vergasermotor. Damit wäre die 125er als Gespann einer 125er Solo Maschine überlegen. - Erfahrungen aus dem Moto Cross. Wie hätte sich die finanzielle Lage verändern können, hätte MZ die erste 125er vorgestellt die deutlich besser durchzieht, ruhiger läuft und aufgrund der Treibstoffersparnis von über 20% mit extrem verringerter Abgasen in der Menge und der Konzentration die Umwelt schont? Wäre das ein erneuter Flop geworden, oder sogar ein Verkaufshit? Wäre damit die Möglichkeit gegeben, auf Staatliche Fördermittel und / oder neue Investoren zurück zu greifen? Eine 125er als Gespann, die schneller den Berg hinauffährt als eine 125er Solomaschine. Wie viele hätten gesagt, den Spaß gönne ich mir?
09.09.2012
18:54 Uhr
12. Ehrhard Hartmann, einst Plauen i. Vogtl.:
David Meazza: Jedenfalls wurden ab 1922 in Zschopau Motorräder gebaut, aber unter dem Namen DKW (Dampf Kraft Wagen). Im Jahr 1928 wurde DKW von den Audiwerken AG Zwickau übernommen ! Nach 1946 wurde das Werk "komplett" von den Russen demontiert. Mit einer "alten" Bezeichnung aus dem Dritten Reich - RT = Reichs- typ - begann wieder die Produktion in Zschopau, und zwar mit unterschiedlichen Namen, und erst ab 1956 hießen die Motorräder dann MZ ! Von der Sowjetunion, oder UdSSR war überhaupt keine Rede. Deren gelieferte Trecker standen oft genug reperaturanfällig in den LPGs herum ! Auch die Eigentumsverhältnisse der DAX-Unternehmen ist so wie ich schrieb. Lt. Wirtschaftsinformationsdienst D & B zufolge gab es im August 2009 (!) genau 1064 ausländische Investoren, die an deutschen Aktiengesellschaften beteiligt waren. Ich habe nun keine Lust mehr, neuere Zahlen herauszusuchen, da offensichtlich sinnlos.
09.09.2012
14:17 Uhr
11. Ehrhard Hartmann, einst Plauen i. Vogtl.:
Zu E. Falter: "Kaputtgeritten", was ich zwar nicht behauptet habe, eine Pleite hat immer ein oder mehrere Gründe, und der ist immer beim leitenden PERSONAL zu finden. Es gibt im Wirtschaftsleben kein "normales Unglück", sondern hat immer Auslöser, wozu auch gesunde Finanzen gehören ! Grundsätzlich ist es trotzdem so, nachdem unsere sogenannten Wirtschaftskapitäne deutsches WISSEN nach China gebracht haben, um dort billiger produzieren zu lassen, haben sie dann den deutschen Zoll zu den Messen geschickt, um nach Abkupferungen zu fahnden, paradox ! Frau Merkel durfte ja auch bei ihren China-Besuch mit dem abge- kupferten Hochgeschwindigkeitszug fahren ! Selbst wenn eine Schreiberin meint, "wer kennt schon MZ", so gehöre ich zu denen. Nach 1945 in der BRD, und wer ein wenig die Geschichte kennt, der kann "MZ" trotz DDR von DKW über die Auto-Union richtig einord- nen. Sind damals am Schleizer Dreieck eigentlich Tretroller oder nur Fahrräder gefahren ?
09.09.2012
12:10 Uhr
10. gitte:
*Zu Komm. von David Meazza: Ehrhard Martmann schrieb " einst DKW". Das sagt eigentlich die Zeit der Gründung aus?! Oder.
09.09.2012
12:09 Uhr
9. Bliesener Gerd:
Der Vorgänger hat vollkommend RECHT 88 Mil Bürger lassen sichdas gefallen und kaufen lieber REISSCHÜSSELN für sich ein ... SIE denken dette is Preesjüntijer und merken nicht das SIE sich selber Arbeitslos machen . MfG Icke Bliesi
09.09.2012
05:51 Uhr
8. egalo:
das problem ist, wie produziert man in deutschland zu (welt)marktpreisen. ich war mal in peru, da gab es auch motorräder bzw. "tricycles" aber von "zhongshen". besonders in asien hat ja eh schon jeder, der nicht gerade im rollstuhl sitzt, eine maschine
09.09.2012
01:59 Uhr

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