Arbeitsmarkt Sachsen : 175 Ex-Schlecker-Mitarbeiter haben neuen Job
Jede siebte entlassene Schlecker-Verkäuferin in Sachsen hat bislang eine neue Arbeitsstelle gefunden. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz mitteilte, sind dies 175 von den insgesamt 1.196 Beschäftigten, dies entspricht einem Anteil von knapp 15 Prozent. Die Arbeitsagentur verwies darauf, dass derzeit in Sachsen rund 2.200 freie Stellen im Bereich Handel, Dienstleistung, Vertrieb und Tourismus gemeldet sind.
Der Sprecher der Regionaldirektion, Frank Vollgold, sagte, ein Vorteil der Schlecker-Beschäftigten sei, dass sie erst kurze Zeit arbeitslos seien. Hinzu komme, dass sie meist alleinverantwortlich in ihren Filialen tätig gewesen seien. "Daher sind sie belastbar, verantwortungsbewusst und besitzen ein ausgeprägtes Koordinationsgeschick", so Vollgold weiter.
Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok hatte im April eine Tranfergesellschaft für die Betroffenen abgelehnt. Gleichzeitig hat der Minister eine optimistische Prognose gewagt: Es werde gelingen, mehr als 80 Prozent der betroffenen Mitarbeiterinnen in Sachsen binnen eines halben Jahres wieder in eine neue Arbeit zu vermitteln, sagte er damals im Landtag.
Bundesweit 11.000 Entlassungen
Die Drogeriemarktkette Schlecker hatte im Januar Insolvenz angemeldet. Bundesweit wurden 2.200 Filialen geschlossen, 11.000 Mitarbeiter - fast ausschließlich Frauen - entlassen. Eine angestrebte Auffanggesellschaft scheiterte am Widerstand einiger FDP-Wirtschaftsminister.

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