Modernisierung der Westseite : Festung Königstein wird saniert
Die Festung Königstein wird seit Montag saniert. Für rund 12,6 Millionen Euro wird in den nächsten Jahren die Bebauung auf der Westseite des monumentalen Bauwerkes instand gesetzt. Der größte zusammenhängende Gebäudekomplex besteht aus der Georgenburg und dem Torhaus mit Kommandantur, Streichwehr und Neuem Zeughaus. Dort sollen nach Angaben des Finanzministeriums der Eingangsbereich modernisiert, ein Aufzug und zwei Treppenhäuser eingebaut und die Fassade frisch verputzt werden. Die Arbeiten sollen voraussichtlich 2016 abgeschlossen sein.
Riesenfass für 238.000 Liter Wein
In einem ersten Abschnitt wird das Torhaus saniert. Vorgesehen ist der Einbau von zwei neuen Treppenhäusern und die Modernisierung für eine Museumsnutzung. Das gesamte Torhaus und die Streichwehr sollen nach dem Umbau für die Dauerausstellung zur Geschichte der Festung zur Verfügung stehen. Das Zeughaus bleibe Domizil einer Schau des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr.
Die Festung Königstein im Elbsandsteingebirge gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen Sachsens. Sie liegt auf dem gleichnamigen Tafelberg oberhalb des Ortes Königstein. Besondere Attraktionen sind der 152 Meter tiefe Brunnen und die Ansicht von dem Riesenfass, das zwischen 1725 und 1818 im Keller der Magdalenenburg stand und 238.000 Liter Wein fasste. Schon im Mittelalter gab es hoch über dem Flusslauf der Elbe eine Burganlage. Der Ausbau zur Festung begann 1589, bereits zwei Jahre später diente sie als Gefängnis. Prominente Insassen waren 1849 der russische Revolutionär Michail Bakunin und 1874 der Sozialdemokrat August Bebel. Seit der Wende ist der Königstein in Landesbesitz.
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