Kunst & Kultur

Uralt, aber nicht verstaubt : Sächsische Puppentheater-Tradition

Die Tradition des Puppenspiels gibt es in Sachsen schon seit fünf Jahrhunderten. Es waren Gaukler, die das Puppenspiel in die sächsischen Städte und später auch an die Höfe der Kurfürsten brachten. Die älteste sächsische Puppenbühne ist in Chemnitz zu Hause.

Puppe

Das Puppenspiel hat in Sachsen eine lange Tradition. Es waren Gaukler, die das Puppenspiel im 16. Jahrhundert in die sächsischen Städte und später auch an die Höfe der Kurfürsten brachten. Im 18. Jahrhundert ließen die Kurfürsten die Marionetten verbieten, weil sie in den Geschichten der Puppenspieler eine Bedrohung der öffentlichen Ordnung sahen. Doch mit dem Verbot erreichten sie das ganze Gegenteil: Das Marionettenspiel wurde immer beliebter.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden nach dem Vorbild des Zentralen Moskauer Puppentheaters die ersten kommunalen Puppenbühnen der DDR und die Puppentheatersammlung in Dresden. In Sachsen eröffnete als erstes am Theater Chemnitz ein Figurentheater, kurze Zeit später folgten die Puppenbühnen in Zwickau und Dresden. 1961 bekam auch das Sorbische Volkstheater Bautzen ein Puppentheater. Nach der Wende entstand in Leipzig ein Puppentheater, sodass in Sachsen heute fünf institutionelle Puppentheater-Ensembles die Tradition fortführen.

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